Sternbrücke: Clubs brauchen schnelle Hilfe
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Freitag, 21.08.2009
Wie die heutige Pressekonferenz gezeigt hat, gibt es offenbar keinerlei greifbare Unterstützung für die drei Clubs, die vor kurzem von der Deutschen Bahn die Kündigung zum 31.12.2009 erhalten hatten. „Deutsche Bahn und Senat sind gefordert, schnell zu handeln, um das drohende Desaster für die Hamburger Clubkultur abzuwenden.“ sagt Andy Grote, Stadtentwicklungsexperte der SPD-Fraktion. „Wenn der Erhalt am jetzigen Standort nicht möglich ist, müssen geeignete Alternativstandorte angeboten werden. Es ist bedauerlich, dass in den vergangenen Tagen offenbar seitens des Senats noch nichts zur Unterstützung der Clubs getan wurde. Wenn ein solcher Kahlschlag der Clubszene nicht verhindert werden kann, verliert jede öffentliche Clubförderung ihre Glaubwürdigkeit!“
Die Bahn hatte ihre ursprünglich deutlich langfristigere Planung zur Sanierung der Brücke umgestoßen, um kurzfristig Mittel aus dem Konjunkturprogramm in Anspruch zu nehmen. Durch diese völlig überraschende Entwicklung stellt sich für die Clubs Waagenbau, Astrastube und Fundbureau die Existenzfrage. Das Verhalten der Bahn ist gegenüber den Clubs völlig verantwortungslos, weil sie keine Zeit für die Suche nach Alternativlösungen oder -standorten lässt. Die Bahn ist deshalb in der Pflicht, intensiv nach einer Lösung für die Clubs zu suchen. Dieselbe Pflicht trifft auch die schwarz-grüne Koalition, die erst vor kurzem in der Bürgerschaft einen Antrag zur Unterstützung der Hamburger Kreativszene durch entsprechende Raumangebote verabschiedet hat. „Den Worten müssen jetzt Taten folgen!“ fordert Andy Grote.
In einer heute eingebrachten Schriftlichen Kleinen Anfrage will Andy Grote vom Senat nun ausführliche Informationen über die geplanten Baumaßnahmen der Bahn, den Zeitplan, die Vermeidbarkeit bzw. die Anstrengungen des Senates, den Clubs adäquate Ersatz-Räumlichkeiten anzubieten.