Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

Windenergie ist ein Gewinn für den Standort Hamburg

Mittwoch, 07.11.2012

Heute steht der Bericht des Umweltausschusses zum Thema Windenergie auf der Tagesordnung der Bürgerschaft. Dazu erklärt Monika Schaal, Fachsprecherin Umwelt und Energie der SPD-Fraktion: "Die Bürgerschaft ist sich weitgehend einig: Hamburg kann und muss auch mit dem Ausbau der Windenergie seinen Beitrag zur Energiewende leisten."

Eine ganz zentrale Rolle beim Thema Windenergie spiele das so genannte Repowering. Schaal: "Hamburg kann mit 200 Gigawattstunden doppelt so viel Strom aus Windrädern erzeugen als das heute der Fall ist. Ältere Windräder werden am gleichen Standort durch moderne und leistungsstärkere Anlagen ersetzt. Sie ermöglichen höhere Wirkungsgrade und damit größere Stromerträge. Die Anzahl der Anlagen an einem Standort lässt sich dabei sogar reduzieren. Auf diese Weise können wir auch die ökologischen Belastungen bei dieser Art der Energieerzeugung minimieren."

Derzeit arbeitet die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt an Änderungen des Flächennutzungsplans und des Landschaftsprogramms, um Eignungsflächen für Windenergie auszuweisen. Es handelt sich um jeweils eine Fläche in Francop und Georgswerder sowie vier Flächen in Bergedorf. Doch auch dem Hafen komme als Standort für Windkraft eine besondere Bedeutung zu, betont Schaal. Dies hatte die Bürgerschaft auf Antrag der SPD-Fraktion erst kürzlich einstimmig bekräftigt. "Und das wird jetzt auch umgesetzt. Im aktuellen Hafenentwicklungsplan ist festgeschrieben, dass im Hafengebiet zeitnah konkrete Windenergieprojekte realisiert werden. Die großen Windunternehmen können dort ihre Produkte präsentieren und den Hafen damit zu einem 'Schaufenster' der Windindustrie in Hamburg machen."

Schaal weiter: "Es ist uns als Fraktion darüber hinaus besonders wichtig, den Ausbau der Windenergie in Hamburg in einem möglichst breiten Konsens aller Beteiligten voranzutreiben - die Belange der Anwohnerinnen und Anwohner vor Ort müssen wir ernst nehmen." Im Zuge des F-Planverfahrens hat die Behörde bereits Hinweise der Bevölkerung aufgenommen. Hafenflächen unterliegen einem anderen Planrecht und sind nicht ins laufende Planverfahren miteinbezogen.

In Hamburg hat sich die Windenergiebranche zu einem bedeutenden Standortfaktor entwickelt. Hamburg profitiert von der Windenergie in vielerlei Hinsicht: durch die Ansiedlung großer Unternehmen aus der Branche, dem Cluster Erneuerbarer Energien und einer breiten Palette von Unternehmen, die an der Windindustrie dranhängen - von Dienstleistern vielfältigster Art bis hin zu Stahlherstellern. In Curslack entsteht für insgesamt 6,8 Millionen Euro der so genannte Energie-Campus der HAW. Zehn Millionen Euro werden in neue Windanlagen investiert. Wissenschaft und Windwirtschaft arbeiten hier gemeinsam an der Weiterentwicklung dieser ökologischen Energietechnik. Schaal: "Windenergie ist ein Gewinn für den Standort Hamburg."