Ehemalige Mülldeponie Höltigbaum

Freitag, 01.12.2017, Drucksache 21/11124

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage des Abgeordneten Ole Thorben Buschhüter

Seit 1989 wird auf dem Gelände der ehemaligen Mülldeponie Höltigbaum Deponiegas abgesaugt. Im Jahre 2013 waren es 469.521 m3 Gas mit einem Energiegehalt von ca. 1.350.000 kWh. In den Jahren 2006 bis 2013 wurde mit diesem Deponiegas auf dem Betriebsgelände einer Druckerei im Gewerbegebiet Bargkoppelweg ein Blockheizkraftwerk (BHKW) betrieben. Infolge der Insolvenz des Druckereibetriebs musste das BHKW Ende Juli 2013 außer Betrieb genommen, das abgesaugte Deponiegas danach vorübergehend kontrolliert abgefackelt werden.

Ab Mitte Mai 2014 erprobte die Stadtreinigung Hamburg die energetische Verwertung des Deponiegases in einem neu auf dem Betriebsgelände der Deponie errichteten BHKW mit einer Leistung von 150 kW (elektrisch). Die zu entnehmende Deponiegasmenge nimmt erwartungsgemäß kontinuierlich ab, aber auch für die kommenden Jahrzehnte wird voraussichtlich eine Gasabsaugung erforderlich sein (vgl. Drs. 19/1583, 19/6741, 20/12208).

In diesem Zusammenhang frage ich den Senat:

1. Wie viel Kubikmeter Deponiegas mit welchem Energiegehalt wurden in den Jahren 2014, 2015, 2016 und 2017 (bislang) jeweils abgesaugt?
2. Voraussichtlich wie lange wird die Entnahme von Deponiegas aus heutiger Sicht noch andauern?
3. Wann hat das neue BHKW auf dem Betriebsgelände der Deponie den Dauerbetrieb aufgenommen?
4. Auf wie viele Jahre ist der Betrieb des BHKW ausgelegt?
5. Wieviel Wärme und wieviel Strom hat das BHKW auf dem Betriebsgelände der Deponie in den Jahren 2014, 2015, 2016 und 2017 (bislang) jeweils produziert und in die Netze eingespeist?
6. Wie viel CO2 wurde durch diese Energieproduktion eingespart?
7. Welchen Anteil hat die ehemalige Deponie Höltigbaum an der Gesamt-Energieproduktion aus abgesaugtem Deponiegas durch die Stadtreinigung Hamburg?
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