Mittwoch, 25.01.2012
Die registrierten Übergriffe auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hamburger öffentlichen Verwaltung haben im vergangenen Jahr um 25 Prozent zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommen zwei parallel gestellte Senatsanfragen von SPD- und CDU-Fraktion. Danach gab es 2011 insgesamt 1.582 Übergriffe – im Jahr 2010 waren es 1.266 (siehe Anlagen). Die Auswertungen der Übergriffe auf Polizeivollzugsbeamten sind noch nicht abgeschlossen. Die überwiegende Zahl der registrierten Vorfälle betrifft Beleidigungen oder Beschimpfungen – insgesamt 833. In 237 Fällen kam es zu körperlicher Gewalt gegen Personen. "Die Zahlen, die wir seit langem jährlich beim Senat abfragen, sind in der Tat besorgniserregend. Sie zeigen, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung nach wie vor in besonderem Maße von verbaler oder körperlicher Gewalt betroffen sind. Wir werden die Zahlen jetzt sorgfältig auswerten und auch die noch ausstehenden Ergebnisse aus dem Polizeivollzug mit einbeziehen. Dabei muss auch geklärt werden, inwieweit die Zuwächse auf eine verbesserte Erfassung oder auf eine reale Gewaltzunahme zurückgehen. Anhand einer genauen Auswertung kann man prüfen, wo bei den Schutzkonzepten noch nachgesteuert werden muss. Wir werden das auch in den zuständigen Ausschüssen ansprechen und nachhaken. Der Schutz unserer städtischen Bediensteten hat für uns oberste Priorität", so Arno Münster, Fachsprecher Inneres der SPD-Fraktion.(c) 2007 | SPD Bürgerschaftsfraktion Hamburg
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