Hamburgs Haftanstalten: Dritter Suizid innerhalb kürzester Zeit

Mittwoch, 12.05.2010

SPD-Fraktion fordert Präventions-Programm

Die SPD-Fraktion ist zutiefst erschüttert über den erneuten Suizid im Zentralkrankenhaus der Untersuchungshaftanstalt. SPD-Rechtsexpertin Jana Schiedek: „Das ist nun der dritte Suizid innerhalb kürzester Zeit in Hamburgs Haftanstalten unter der Verantwortung des Justizsenators Till Steffen. Dass es schon wieder zu einem Suizid in der Untersuchungshaftanstalt kommen musste ist unfassbar. Gerade angesichts der Vorgeschichte des Mannes stellt sich die Frage, ob besondere Vorkehrungen zur Prävention getroffen worden sind.“

Vor dem Hintergrund dieser erschreckenden Häufung von Suiziden genüge es zudem nicht, wenn der Justizsenator Runde Tische plane und Einzelfälle rechtfertige. Die Abgeordnete: „Hier kann man nur noch schwer von Einzelfällen reden. Es herrscht offensichtlich dringender Handlungsbedarf bei der Suizidprävention in Hamburgs Haftanstalten“.

Die SPD wird diesen tragischen Fall, aber vor allem auch das generelle Thema der Suizidprävention in Hamburgs Untersuchungshaftanstalten und den Justizvollzugsanstalten, auf die Tagesordnung des nächsten Rechtsausschusses setzen.
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