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NABU-Volksinitiative – Wohnungsbau und Grünerhalt nicht gegeneinander ausspielen

Donnerstag, 30.11.2017

Heute hat der Naturschutzbund (NABU) eine Volksinitiative "Hamburgs Grün erhalten" eingereicht. Aus Sicht der SPD-Bürgerschaftsfraktion geht es darum, beim Wohnungsbau und der Flächennutzung weiter auf einen Interessenausgleich zu setzen, der die ökologischen und sozialen Belange berücksichtigt. Eine behutsame Innenentwicklung und eine Stadterweiterung mit Augenmaß sind dabei die Richtschnur.

Dazu Monika Schaal, umweltpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: "Mit ihrem Engagement für Hamburgs Grün greift die Initiative ein wichtiges Thema auf, dem wir uns ebenso verpflichtet fühlen. Tatsache ist: Keine deutsche Großstadt hat mehr Grünflächen als Hamburg. Über neun Prozent der Landesfläche sind als Naturschutzgebiete besonders geschützt, 20 Prozent als Landschaftsschutzbiete ausgewiesen, darüber hinaus haben wir über 69 unterschiedlich große Parks überall in der Stadt. Kleingärten, landwirtschaftliche Flächen, Wald sowie Wasserflächen und 245.000 Straßenbäume prägen außerdem das grüne Erscheinungsbild Hamburgs. Das gerade erst in dieser Woche vorgestellte Projekt 'Natürlich Hamburg' sorgt mit erheblichen Mitteln des Bundes dafür, dass Parks und Naturschutzgebiete enger zusammenwachsen können, ebenso wird die Sicherung des Biotopverbundes gerade abgeschlossen. Mit dem Naturcent hat Hamburg ferner zusätzlich die Möglichkeit geschaffen, weitere Mittel für die Pflege der Stadtnatur zu bekommen. All das trägt dazu bei, den grünen Charakter der Metropole Hamburg zu erhalten – trotz des anhaltenden Zuzugs und Wachstums der Stadt und des Neubaus von 10.000 Wohnungen pro Jahr. Ein vernünftiger Ausgleich zwischen dem notwendigen Wohnungsbau und dem berechtigten Anliegen des Grünerhalts ist Kernanliegen unserer Koalition. Ein Einfrieren der Flächennutzung, wie es die Initiative fordert, würde dagegen in jeder Hinsicht Stillstand bedeuten, denn damit dürften nicht nur für Neubauten keine Freiflächen mehr in Anspruch genommen, sondern umgekehrt auch keine weiteren Flächen für neue Parks, Kleingärten, Landschafts- oder Naturschutzgebiete ausgewiesen werden."

Dazu Dirk Kienscherf, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: "Ziel unserer nachhaltigen Stadtentwicklung ist es, dass Hamburg eine grüne und lebenswerte Metropole am Wasser bleibt. Wohnungsbau und Grünerhalt gegeneinander auszuspielen bringt uns nicht weiter und geht an der Realität vorbei. Wir setzen beim Wohnungsbau und der Flächennutzung weiter auf einen vernünftigen Ausgleich, bei dem die ökologischen Interessen mit den sozialen Belangen klug und im Einzelfall abgewogen werden. Nur so bewältigen wir die Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen dringend benötigtem Wohnraum und sozial-ökologisch ausgewogenem Bauen. Behutsame Nachverdichtung und Grünentwicklung in den Quartieren gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern voranzubringen, ist Kern unserer Politik."

Ansprechpartner

Claas Ricker

Tel.: 040 42831-1386

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