Primarschulen mit Doppelstandorten angemessen ausstatten – organisatorischer Aufwand
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Freitag, 30.04.2010, Drucksache 19/6067
Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank
Kleine Anfrage des Abgeordneten Ties Rabe
Mit der Hamburger Schulreform wird die Schulstruktur erheblich verändert. Die ganz überwiegende Zahl der bisherigen 210 Grundschulen wird in Zukunft eine Primarschule oder Teil einer Primarschule sein. Ausnahmen sind Grundschulen an bisherigen Grund-, Haupt- und Realschulen, die zu Stadtteilschulen werden.
Es soll insgesamt 164 Primarschulen geben, davon 107 an einem Standort. Bei Schulen mit mehreren Standorten ist in den allermeisten Fällen eine vertikale Teilung vorgesehen, so dass an allen Standorten alle Klassenstufen unterrichtet werden. Die Schulen können in Ausnahmefällen vor dem Zusammenschluss einvernehmlich allerdings auch eine horizontale Teilung beschließen.
Der Zusammenschluss bisher selbständiger Schulen zu einer neuen Schule mit mehreren Standorten wirft eine Reihe von Fragen nach der inneren Organisation und der Ausstattung dieser Schulen auf. So fordern Doppelstandorte in der Regel einen höheren organisatorischen Aufwand.
Deshalb frage ich den Senat:
1. Werden die Schulleitungen von Doppelstandorten gegenüber Schulen vergleichbarer Größe mit einem Standort mit zusätzlichen Leitungsstunden ausgestattet?
2. Wenn ja, in welchem Umfang?
3. Wenn nein, warum nicht?
4. Nach welchem Schlüssel werden derzeit die Schulleitungsstunden der Grundschulen berechnet?
5. Welcher Schlüssel ist künftig für die Schulleitungsstunden der Primarschulen vorgesehen?
6. Bisher hat jede Grundschule ein eigenes Schulbüro. Die Aufrechterhaltung von zwei kleineren Schulbüros ist erfahrungsgemäß aufwendiger als der Betrieb eines größeren Büros. Werden die Schulbüros von Doppelstandorten gegenüber Schulen vergleichbarer Größe mit einem Standort mit zusätzlichen Stunden für Schulsekretariate ausgestattet?
7. Wenn ja, in welchem Umfang?
8. Wenn nein, warum nicht?
9. Ist sichergestellt, dass Schulen mit Doppelstandorten bezogen auf die Schülerzahl den gleichen Umfang von Sekretariatsstunden bekommen werden wie die beiden Einzelstandorte bisher zusammen bekommen haben?
10. Wenn nein, mit welchen Veränderungen ist in Bezug auf die Schülerzahl zu rechnen?
11. Nach welchem Schlüssel werden zurzeit die Sekretariatsstunden für die Grundschulen berechnet?
12. Welcher Schlüssel ist künftig für die Primarschulen vorgesehen?
13. Bisher hat jede Grundschule einen eigenen Hausmeister und ggf. weitere Hausarbeiter. Die Aufrechterhaltung von zwei kleineren Schulgebäuden ist erfahrungsgemäß aufwendiger als der Betrieb eines größeren Schulgebäudes. Werden die Hausmeister- und Hausarbeiterstellen von Doppelstandorten gegenüber Schulen vergleichbarer Größe mit einem Standort mit zusätzlichen Stunden ausgestattet?
14. Wenn ja, in welchem Umfang?
15. Wenn nein, warum nicht?
16. Ist sichergestellt, dass Schulen mit Doppelstandorten bezogen auf die Schülerzahl den gleichen Umfang von Hausmeister- und Hausarbeiterstunden bekommen werden wie die beiden Einzelstandorte bisher zusammen bekommen haben?
17. Wenn nein, mit welchen Veränderungen ist in Bezug auf die Schülerzahl zu rechnen?
18. Nach welchem Schlüssel werden zurzeit die Hausmeister- und Hausarbeiterstunden für die Grundschulen berechnet?
19. Welcher Schlüssel ist künftig für die Primarschulen vorgesehen?
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Ties Rabe
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