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Drei-Millionen-Bonus für das Tamm-Museum

Drei-Millionen-Bonus für das Tamm-Museum
Buss: Trotz Finanzkrise ist der Senat manchmal erstaunlich spendabel

Eine bemerkenswerte Form des staatlichen Sponsorings haben die SPD-Abgeordneten Christel Oldenburg und Wilfried Buss jetzt aufgedeckt. Nutznießer ist das Internationale Maritime Museum. 30 Millionen Euro hat die Stadt als Zuschuss für den Bau und die Einrichtung des so genannten „Tamm-Museum“ gezahlt. Nun gibt der Senat bekannt, dass davon 3,1 Millionen Euro nicht verbraucht wurden. Doch offenbar soll das überschüssige Geld nicht an die Stadt zurückfließen, sondern dem Vermögen der Tamm-Stiftung zugeführt werden, die das Museum betreibt.

Presseerklärungen

Pläne zum Verkauf von Kunstwerken empören die SPD

Kultur nach Kassenlage
Schuldenberg: Pläne zum Verkauf von Kunstwerken empören die SPD

Als „konkrete Vorbereitung für einen Teilverkauf der Hamburger Kultur“ hat SPD-Kulturexpertin Christel Oldenburg Pläne bezeichnet, Listen für den Verkauf von Hamburger Kunstwerken zu erstellen.

„Man kann Kunstwerke nicht nach dem jeweiligen kunstgeschichtlichen Zeitgeschmack aussondern und verkaufen. Ein Kunstwerk, das man heute für verzichtbar hält, kann sich morgen als Meisterwerk herausstellen“, sagte Oldenburg. Das strukturelle Defizit der Hamburger Museumsstiftungen werde mit dem Verkauf von einzelnen Kunstwerken nicht im Ansatz gelöst.

Hintergrund: Die Hamburger Kunsthalle hat innerhalb der letzten zwei Jahre erneut Schulden in Millionenhöhe angehäuft. Da die Kunsthalle von der Stadt keine weitere Entschuldung zu erwarten hat, soll eine Entschuldung offenbar mit dem Verkauf von Kunstwerken erreicht werden. Der Stiftungsrat der Hamburger Kunsthalle soll die Kunsthalle aufgefordert haben, eine Liste mit „entbehrlichen Kunstwerken“ zu erstellen

Oldenburg: „Bisher konnte jeder, der einem Museum der Stadt Hamburg ein Kunstwerk geschenkt hat, darauf vertrauen, dass das Kunstwerk im Eigentum des Museums bleibt. Mit einem Verkauf von Kunstwerken wird das Hamburger Stiftungswesen im Kern getroffen. Kein Stifter würde Hamburgs Museen mehr Kunstwerke schenken, wenn er davon ausgehen müsste, das sein Kulturgut bei Bedarf oder schlechter Kassenlage verkauft wird.“

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