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Wir sorgen für bezahlbaren Wohnraum

Seit 2011 wurde der dringend benötigte Wohnungsneubau in Hamburg endlich wieder angekurbelt. Die ein Jahrzehnt andauernde Vernachlässigung des Wohnungsbaus muss Schritt für Schritt aufgearbeitet werden. Für eine spürbare und dauerhafte Entspannung auf dem Wohnungsmarkt müssen die Anstrengungen im Neubau noch über Jahre fortgeführt und weiter ausgebaut werden. 

Die Stadt muss bezahlbar bleiben 

Der Hamburger Senat hat durch sein engagiertes Wohnungsbauprogramm die Zahl der insgesamt fertiggestellten Wohnungen in den letzten Jahren deutlich erhöht und hat die Stadt mit über 29.000 Fertigstellungen von 2011 bis 2015 bundesweit an die Spitze geführt.

Durch das bundesweit beachtete und sehr erfolgreiche Bündnis für das Wohnen zwischen Stadt und Wohnungswirtschaft, dem Vertrag für Hamburg mit den Bezirken und einer verstärkten Förderung des öffentlich geförderten Wohnungsbaus konnten wichtige Voraussetzungen und Verbesserungen geschaffen werden. Beide Vereinbarungen wurden jetzt erneuert und gelten bis 2020. Zusammen bilden sie die Grundlage, um den erfolgreichen Wohnungsbau der letzten Jahre in Zukunft nicht nur fortsetzen, sondern die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum erheblich ausbauen zu können. Die Zielzahl für die Baugenehmigungen pro Jahr wurde von bisher 6.000 auf 10.000 Wohnungen erhöht. Außerdem wird der öffentlich geförderte Wohnungsbau von bisher 2.000 auf 3.000 Wohnungen pro Jahr deutlich gesteigert.

Die frühzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wird über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus sichergestellt und mit rund 50 zusätzlichen Stellen in den bezirklichen Bau- und Planungsbereichen hat der rot-grüne Senat auch die personellen Voraussetzungen zur Ausweitung des Wohnungsbauprogramms geschaffen.

Diese hohe Kraftanstrengung mit über 65 Prozent mehr Baugenehmigungen und 50 Prozent mehr geförderten Wohnungen zeigt, dass bezahlbarer Wohnraum und damit der Erhalt Hamburgs als Metropole für alle weiterhin im Zentrum unserer Politik steht.

Stadtentwicklung zwischen innerer Verdichtung und Siedlungserweiterung

Wie im Bündnis für das Wohnen vereinbart, sollen weiterhin Projekte der Innenentwicklung und die Verdichtung von älteren Siedlungen eine hohe Priorität haben, um die grünen Randbereiche der Stadt zu schonen. Hierdurch kann Wohnungsbau in guten Lagequalitäten entwickelt und es können die vorhandenen Infrastrukturen genutzt werden. Dazu können auch noch nicht erfolgte Aufstockungen und Dachgeschossausbauten bei Beachtung des Gebots der Wirtschaftlichkeit einen Beitrag leisten.

Um dem für den Wohnungsneubau notwendigen Flächenbedarf auch langfristig nachkommen zu können, ist es richtig, das bisherige Konzept der Innenentwicklung „Mehr Stadt in der Stadt“ durch das Konzept „Mehr Stadt an neuen Orten“ zu ergänzen. Nachverdichtung allein wird nicht ausreichen, um dem Bedarf an Wohnraum gerecht zu werden.

Uns ist dabei wichtig, neben der Nachverdichtung und der damit möglichen Aufwertung von Quartieren, die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner der urbanen Stadtbereiche zu berücksichtigen und bewusst Baulücken und Grünbereiche zu erhalten, wo dies städtebaulich angemessen und zum Erhalt des lebenswerten Umfelds geboten ist.

Es gilt also, Augenmaß und Kreativität beim Wohnungsbau zu beweisen – zwischen Nachverdichtung und der Erweiterung von Siedlungsbereichen.

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