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Nach Drägers Ausscheiden: Notwendige Kurskorrektur an der Universität

Dienstag, 03.06.2008

SPD begrüßt Stärkung der Geisteswissenschaften

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion hat erleichtert auf den angekündigten Kurswechsel bei der Kapazitätsausstattung der Universität Hamburg reagiert. „Es war überfällig, die Geistes-, Kultur- und Sprachwissenschaften in Hamburg in ihrer Bedeutung anzuerkennen. Diese Fächer dürfen nicht länger als Ansammlung überflüssiger Orchideenfächer abqualifiziert und in ihrem Bestand gefährdet werden. Und es war notwendig, sich von den Sparvorhaben aus der Ära des ehemaligen Wissenschaftssenators Dräger zu lösen“, sagte die wissenschaftspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion Dr. Dorothee Stapelfeldt.

Wären die Kürzungspläne Wirklichkeit geworden, hätte sich Hamburg vom Grundgedanken der Universität als Gesamtheit aller Wissenschaften verabschieden können, sagte die Hochschulexpertin. Neben sozialer sei kulturelle Kompetenz wichtiger denn je und werde auch von der Wirtschaft immer mehr nachgefragt und erwartet. Vor diesem Hintergrund müssten Hamburgs Hochschulen die Vielfalt der Fächer in den Sprach- und Kulturwissenschaften, Natur-, Ingenieur- und Gesellschaftswissenschaften anbieten.

Gleichwohl bleibe - bei aller Freude über die Abkehr von der einseitigen Schwerpunktsetzung der letzten Jahre - festzuhalten, dass auch die neuen Planungen noch immer eine deutliche Reduzierung der Geisteswissenschaften im Vergleich zur Situation vor gut 5 Jahren bedeuten. „Zudem muss nach der Aufstockung der Bachelorkapazitäten auch der notwendige Ausbau der Masterkapazitäten folgen“, betonte Stapelfeldt.


Dorothee Stapelfeldt





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