SPD will Sofortprogramm für marode Uni-Gebäude
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Donnerstag, 05.06.2008
Baumängel sind seit Jahren bekannt – aber Gundelach gibt sich überrascht
Die SPD-Bürgerschaftsfraktion hat sich für ein Sofortprogramm ausgesprochen, um die vernachlässigten Hochschulgebäude schnell zu modernisieren. Das öffentlich zur Schau gestellte Staunen von Wissenschaftssenatorin Gundelach angesichts der Gebäudemängel an der Universität Hamburg sei wenig glaubwürdig, sagte die SPD-Fachsprecherin für Wissenschaft und Hochschule, Dorothee Stapelfeldt. „Über den maroden Zustand vieler Gebäude der Uni ist oft genug berichtet worden. Ich glaube nicht, dass die Senatorin so überrascht ist.“
„Die Versäumnisse bei der Bausanierung der Hamburger Hochschulen holen die Wissenschaftsbehörde jetzt ein“, sagte Stapelfeldt weiter. Die knappe Antwort des Senats auf eine Anfrage Stapelfeldts zur Gebäudesanierung lasse den Schluss zu, dass es weder einen Überblick über die Baumängel gibt, noch ansatzweise belastbare Kostenaufstellungen über die nötige Sanierung. Auch die im schwarz-grünen Koalitionsvertrag angekündigte Arbeitsgruppe zur Entwicklung der Prioritäten gebe es bislang nicht.
„Der CDU-Senat hat den fortschreitenden Sanierungsbedarf sieben Jahre lang ignoriert . Das rächt sich jetzt“, sagte Stapelfeldt. Baumängel - beispielsweise am Philosophenturm und am Geomatikum - seien ebenso wie der Zustand des „WiWi-Bunkers“ seit Jahren in der Stadt bekannt. „Um die Lernbedingungen an Hamburgs Hochschulen wie versprochen zu verbessern, muss jetzt zügig gehandelt werden“, fordert Stapelfeldt. „Die Konstituierung der angekündigten Arbeitsgruppe wäre nur der erste Schritt.“
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Dorothee Stapelfeldt
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