Moin Hamburg,

seit vier Jahren tobt nun schon der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Seitdem verteidigen die Menschen dort ihre Freiheit, ihre staatliche Souveränität und damit auch die Sicherheit Europas gegen einen brutalen Aggressor. Das Leid und die Zerstörung sind unermesslich. Unsere Solidarität gilt den Opfern, ihren Familien und allen, die unter diesem Krieg leiden. Für uns ist klar: Russland muss sämtliche Angriffshandlungen einstellen und sich vollständig aus dem Hoheitsgebiet der Ukraine zurückziehen.

Hamburg steht seit dem ersten Tag fest an der Seite der Ukraine. Unsere Stadt hat Nothilfe geleistet und Hilfsgüter, Rettungswagen, Generatoren sowie medizinisches Material in die Hauptstadt Kyjiw gesandt. Ukrainische Ärzt:innen und Physiotherapeut:innen kommen zur Weiterbildung nach Hamburg, in der Jugendarbeit sind konkrete Projekte entstanden. Und wir tragen Verantwortung für die fast 40.000 Ukrainer:innen, die seit Kriegsbeginn in unserer Stadt Zuflucht gefunden haben. Sie erhalten Zugang zu Unterkunft, Bildung, Arbeit und sozialer Unterstützung. Viele sind längst Teil unserer Stadtgesellschaft geworden, engagieren sich und leisten einen wichtigen Beitrag. Solange die Ukraine unsere Unterstützung braucht, wird Hamburg verlässlich an ihrer Seite stehen – mit konkreter, praktischer Hilfe statt mit Symbolpolitik.

Umso unverständlicher ist die Forderung der CDU, die seit 1957 bestehende Städtepartnerschaft mit Sankt Petersburg endgültig aufzukündigen. Diese Partnerschaft war nie eine Partnerschaft mit politischen Machthabern, sondern Ausdruck historischer Verantwortung und gewachsener Kontakte zwischen den Menschen beider Städte. Die Partnerschaft ist derzeit ausgesetzt, das ist richtig und konsequent. Aber sie endgültig zu kündigen, wäre ein rein symbolischer Akt ohne praktischen Nutzen. Wer jetzt dauerhaft Brücken abreißen will, schwächt auch die Verbindungen zu zivilgesellschaftlichen und regimekritischen Gruppen. Das hilft weder den Menschen in der Ukraine noch jenen in Russland, die sich mutig gegen das Regime stellen. Für uns als SPD gilt: Solidarität mit der Ukraine und Verantwortung für Europa gehören zusammen. Wir unterstützen Kyjiw konkret und praktisch. Und wir handeln besonnen, wo es um gewachsene internationale Beziehungen geht. 

In diesem Newsletter lesen Sie außerdem, wie wir Kinder und Jugendliche wirksam vor krebserregenden HPV-Infektionen schützen wollen, warum wir nachhaltiges Schiffsrecycling in Europa voranbringen und wie leerstehende Büroflächen zu temporärem Wohnraum umgenutzt werden können.

Herzliche Grüße
Ihr
Dirk Kienscherf
Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft

Maßnahmen für mehr HPV-Impfungen

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Die HPV-Impfung schützt wirksam vor Krebs, dennoch erreichen die Impfquoten bei Kindern und Jugendlichen in Hamburg bislang noch nicht das medizinisch empfohlene Niveau.

Die Regierungsfraktionen wollen daher die Prävention stärken und den Zugang zur Impfung zu verbessern. Dazu sollen die bestehenden Maßnahmen fortgeführt und gezielt ausgebaut werden. Weitere geeignete Schritte zur Erhöhung der Impfquoten, etwa ein jährliches Schreiben an die Sorgeberechtigten, sollen zudem geprüft und zusätzliche niedrigschwellige Impfangebote geschaffen werden. „Die HPV-Impfung kann insbesondere Mädchen und Frauen wirksam vor Gebärmutterhalskrebs schützen, der häufig Folge einer HPV-Infektion ist. Vorsorge darf nicht an fehlender Information oder unnötigen Hürden scheitern. Gerade Kinder und Jugendliche müssen wir frühzeitig schützen", sagt Claudia Loss, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg. 

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Nachhaltiges Schiffsrecycling in Hamburg

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Die Regierungsfraktionen setzen sich für den Aufbau von Recyclingkapazitäten für ausgediente Schiffe in Hamburg ein.

Nachhaltiges Schiffsrecycling bietet für den maritimen Standort Hamburg erhebliche wirtschaftliche und ökologische Chancen. Rot-Grün will daher Recyclingkapazitäten für ausgediente Handelsschiffe aufbauen, regulatorische Hürden auf Bundesebene abbauen und Genehmigungsverfahren vereinfachen. Ziel ist es, die maritime Kreislaufwirtschaft zu stärken, strategische Rohstoffe zu sichern und qualifizierte Arbeitsplätze in Hamburg zu schaffen. „Heute verschrotten Unternehmen rund 80 Prozent der Schiffe unter ökologisch und sozial problematischen Bedingungen in Süd- und Südostasien. Dadurch leiden nicht nur Umweltstandards, sondern wir verlieren auch wertvolle Rohstoffe und industrielle Wertschöpfung”, erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg, Hansjörg Schmidt, das Vorhaben. „In den kommenden zehn Jahren stellen Reedereien weltweit bis zu 16.000 Schiffe außer Dienst. Diese Chance dürfen wir nicht verstreichen lassen.”

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Temporäres Wohnen in Büroflächen

shutterstock.com/SeventyFour

Leerstand von Büroflächen eröffnet neue Möglichkeiten für eine flexible Nutzung des vorhandenen Gebäudebestands.

Nun sollen experimentelle Zwischennutzungen von leerstehenden Gewerbegebäuden zu Wohnzwecken weiter erprobt und rechtlich geprüft werden. Ziel ist es, zusätzliche Erkenntnisse darüber zu gewinnen, unter welchen Voraussetzungen temporäres Wohnen sinnvoll, genehmigungsfähig und übertragbar ist. „Wir setzen alles daran, zusätzliche Wohnraumpotenziale zu erschließen – auch mit kreativen und pragmatischen Ansätzen", erläutert Mithat Çapar, Experte für Stadtentwicklung in der SPD-Fraktion Hamburg. „Dabei ist klar: Temporäres Wohnen kann eine Ergänzung sein, ersetzt aber nicht den regulären Wohnungsbau."

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