Ekkehard Wysocki

Vorsitzender des Innenausschusses Fachsprecher Eingaben und Sprecher Kirchen und Religionsgemeinschaften

Wahlkreis: Rahlstedt

Morgen entscheidet die Bürgerschaft über wichtigen Sanierungsbeitrag

Dienstag, 28.08.2012

400.000 Euro Sanierungsmittel für die Synagoge

Für die dringend notwendige Instandsetzung der jüdischen Synagoge an der Hohen Weide sollen auf Antrag der SPD-Fraktion 400.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 beigesteuert werden. Die entsprechende Initiative wird die Bürgerschaft morgen beraten. Das Geld soll vor allem für die Grunderneuerung der prachtvollen Synagogenfenster verwendet werden. Insgesamt belaufen sich die Gesamtkosten für die Beseitigung der gravierendsten Schäden auf geschätzte 1,2 Millionen Euro.

"Selbstverständlich ist der Sanierungsbedarf insgesamt höher und das wollen wir im Ausschuss auf Basis des CDU-Zusatzantrags auch erörtern. Insofern freuen wir uns nicht zuletzt auch über die Unterstützung der CDU bei diesem Sanierungsantrag", so der kirchenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Ekkehard Wysocki. "Aber uns geht es darum, jetzt möglichst schnell einen ersten wichtigen Beitrag zu leisten, um damit auch möglichst viele Spender und Förderer mit ins Boot zu holen. Denn bei dieser Aufgabe ist neben dem großen Beitrag, den die Bürgerschaft morgen leistet, vor allem auch privates Engagement gefordert."

Mit einem eindringlichen Appell hatte sich in diesem Sommer der Vorstand der jüdischen Gemeinde auch an die Politik gewandt: "Mehr als 50 Jahre nach seiner Einweihung ist das Gebäude mehr als renovierungsbedürftig. Neben der Bestuhlung und der Decke des Betsaals, der akut baufälligen Mikwe, vielen renovierungsbedürftigen Ver- und Entsorgungseinrichtungen stehen auf der Sanierungsliste vor allem die vier akut einsturzgefährdeten Synagogenfenster des Künstlers Herbert Spangenberg ganz oben", erläutert der SPD-Abgeordnete Gerhard Lein. "Die durchgerosteten Stahlrahmen quellen auf und bringen die Scheiben zum Platzen." Zähle man weitere Maßnahmen hinzu belaufe sich der Gesamtbedarf sogar auf 3,5 Mio. Euro. "Diese Summe übersteigt die Finanzmittel der jüdischen Gemeinde erheblich", betont Lein.