Kazim Abaci

Fachsprecher für Integration

Bezirk: Altona

Da blüht uns was! Unterstützung von Grundschulen bei der Einrichtung von Natur-Erlebnis-Schulhöfen in Hamburg

Dienstag, 11.12.2018, Drucksache 21/

Antrag der Abgeordneten Monika Schaal, Barbara Duden, Kazim Abaci, Matthias Czech, Hildegard Jürgens, Jens-Peter Schwieger, Danial Ilkhanipour, Uwe Giffei, Astrid Hennies und Fraktion sowie der Abgeordneten Olaf Duge, Christiane Blömeke, Filiz Demirel, Ulrike Sparr, Dr. Anjes Tjarks (GRÜNE) und Fraktion

Haushaltsplan-Entwurf 2019/2020
EP 3.1

83 Prozent der Hamburger Grundschülerinnen und Grundschüler nehmen am Ganztag teil und sind täglich 7 bis 10 Stunden in der Schule – überwiegend im Gebäude. Auch am Wochenende befinden sich die allermeisten Kinder in geschlossenen Räumen. Viele Kinder waren noch nie in einem Wald. Für eine gesunde körperliche und seelische Entwicklung ist die Natur jedoch sehr wichtig. Kinder, die sich viel in der Natur aufhalten, bewegen sich automatisch mehr, sind kreativer und nehmen ihre Umwelt sowie sich selbst bewusster wahr. Zudem ist das Interesse und die Freude an der Natur Voraussetzung für ökologisches Handeln.
Da außerschulische, naturnahe Lernorte mitten in der Stadt nicht immer einfach zu erreichen sind, bietet es sich an, die Natur direkt auf dem Schulhof anzusiedeln. Ein Schulgarten oder Schulhof, der naturnah gestaltet ist, bietet viele Möglichkeiten, Pflanzen oder Käfer, Spinnen, Bienen oder andere kleine Tiere zu beobachten. Hier können Kinder in der Erde buddeln, an Blumen riechen, Kräuter probieren und in den Fingern zerreiben. Hier können sie Pflanzen im Wachstum beobachten. Hier können sie erleben, was es heißt, für etwas verantwortlich zu sein.
Natur-Erlebnis-Schulhöfe bestehen aus Vegetationsflächen, bepflanzten Trockenmauern, Wildblumenwiesen, kleinen Spielecken und Orten für Insekten- oder Bienenhotels, manchmal auch kleinen Wasserläufen, Weidentunneln und Teichen. Die Schulhöfe in Deutschland und Hamburg, die schon umgestaltet wurden, zeigen, dass aus Kindern kleine Forscherinnen und Forscher werden. Zudem tun sie etwas für die Erhaltung unserer Umwelt, denn sie leisten einen kleinen Beitrag, um dem Insekten-, Bienen und Vögelsterben etwas entgegenzusetzen.
Doch der Bau eines Natur-Erlebnis-Schulhofes ist nicht kostenlos zu haben. Dafür braucht es Geld für unterschiedliche Baustoffe, Natursteine, Wildpflanzen, Insektenhotels und Bienenstöcke. Nicht zuletzt muss so ein Schulhof geplant und umgebaut werden.
Wir wollen Hamburger Grundschulen dabei unterstützen, sich auf den Weg zu machen und ihre Schulhöfe in Natur-Erlebnis-Schulhöfe umzugestalten.

Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird ersucht,
1. zu prüfen, für die Gestaltung von „Natur-Erlebnis-Schulhöfen“ einen Fonds in Höhe von bis zu 50.000 Euro einzurichten, aus dem Grundschulen unter Vorlage eines Konzeptes Mittel für die Gestaltung eines Natur-Erlebnis-Schulhofes beantragen können;
2. hierfür ein geeignetes Finanzierungs- und Vergabekonzept für Grundschulen zu erstellen.