Kazim Abaci

Fachsprecher für Integration

Bezirk: Altona

Nachwuchs- und Kampagnenförderung für die Freiwillige Feuerwehr

Dienstag, 11.12.2018, Drucksache 21/

Antrag der Abgeordneten Sören Schumacher, Juliane Timmermann, Kazim Abaci, Doris Müller, Urs Tabbert, Ekkehard Wysocki, Danial Ilkhanipour, Gulfam Malik, Martina Friederichs und Fraktion sowie der Abgeordneten Antje Möller, Filiz Demirel, Olaf Duge, Dominik Lorenzen, Dr. Anjes Tjarks (GRÜNE) und Fraktion

Haushaltsplan-Entwurf 2019/2020
Einzelplan 8.1

Die Freiwilligen Feuerwehren Hamburg tragen mit ihrer Arbeit ganz erheblich zur Sicherheit unserer Stadt bei. Zurzeit engagieren sich in den 86 Wachen der Freiwilligen Feuerwehr 2.630 Freiwillige, die die Berufsfeuerwehr tatkräftig im täglichen Einsatzgeschehen unterstützen. Im Jahr 2017 wurde erneut ein Anstieg der Einsatzzahlen der Feuerwehr gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. So hat es im Jahr 2017 insgesamt 288.514 Einsätze (2016: 286.464) gegeben. Damit wurde ein neuer Höchststand erreicht. Darunter waren 11.178 Bandalarme, 23.535 Technische Hilfeleistungen und 253.801 Rettungsdiensteinsätze. Die Freiwillige Feierwehr hat dabei in 11.418 Einsätzen wertvolle Unterstützung geleistet, davon 5.389 in der Brandbekämpfung, 1.705 Erstversorgungen und 4.324 Fälle Technischer Hilfeleistungen.
Die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr sind vielfältig. Neben der Unterstützung der Berufsfeuerwehr bei der Brandbekämpfung obliegt ihr auch die Erstversorgung im Rettungsdienst, die Technische Gefahrenbeseitigung sowie die Mitwirkung im Katastrophenschutz, also insbesondere die Deichverteidigung. Daneben bestehen noch einige Sonderaufgaben, die die Freiwilligen leisten. So gibt es beispielsweise vier Wehren mit der Sonderaufgabe „Wasserversorgung“, sechs Wehren mit der Sonderaufgabe „Dekontamination“ und 18 Wehren, die als „First Responder“ (Erstversorgungswehren) Aufgaben in der vorklinischen Erstversorgung von Notfallpatientinnen und Notfallpatienten bis zum Eintreffen der Rettungsmittel der Berufsfeuerwehr in den Außenbezirken wahrnehmen.
Erfreulich ist, dass in Hamburg – gegen den Bundestrend – seit Jahren ein Anstieg der Mitgliederzahlen verzeichnet werden kann. Seit 2013 engagieren sich 142 Freiwillige mehr in der Freiwilligen Feuerwehr. Das ist auch für die Berufsfeuerwehr eine sehr erfreuliche Entwicklung, denn aus dem Umfeld der Freiwilligen Feuerwehren kommen viele Nachwuchskräfte für die Berufsfeuerwehr Hamburg. Zudem leisten die Freiwilligen Feuerwehren hervorragende Jugend- und Gemeinwesenarbeit in den Stadtteilen und ermöglichen uns Hamburgerinnen und Hamburgern durch ihren ehrenamtlichen Einsatz viele gesellschaftliche Veranstaltungen, wie beispielsweise Osterfeuer und Laternenumzüge.
60 Wehren unterhalten derzeit eine Jugendwehr und sechs Wehren eine Minifeuerwehr. Auch in diesem Bereich ist erfreulicherweise weiterhin ein Anstieg der Mitgliederzahlen zu verzeichnen, im Vergleich zum Vorjahr kamen im Jahr 2017 41 Jugendliche hinzu.
Um den positiven Trend der Nachwuchsgewinnung bei der Freiwilligen Feuerwehr zu unterstützen, sollen zwei Stellen geschaffen werden, die mit dem Wirkungsdatum 1.1.2019 für die Freiwillige Feuerwehr die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten und Projekten zur Mitgliederwerbung, insbesondere von Frauen und Personen mit Migrationshintergrund, verstärken sowie die Sachbearbeitung zur Mitgliederwerbung, zum Bekleidungswesen bzw. der Planung von Aus- und Fortbildung weiter fortentwickeln. Hierfür sollen eine Planstelle Regierungsamtfrau/Regierungsamtmann A 11 sowie eine Planstelle Regierungshauptsekretärin/Regierungshauptsekretär A 8 zur Verfügung gestellt werden.

Vor diesem Hintergrund möge die Bürgerschaft beschließen:
Der Senat wird ersucht,
für die Freiwillige Feuerwehr für die Haushaltsjahre 2019/2020 mit Wirkungsdatum 1.1.2019 eine Planstelle Regierungsamtfrau/Regierungsamtmann A 11 sowie eine Planstelle Regierungshauptsekretärin/Regierungshauptsekretär A 8 für das Personalmarketing zur Entwicklung und Umsetzung von Konzepten und Projekten zur Mitgliederwerbung, insbesondere von Frauen und Personen mit Migrationshintergrund, sowie mit der Sachbearbeitung zur Mitgliederwerbung, zum Bekleidungswesen bzw. der Planung von Aus- und Fortbildung vorzusehen.