Kazim Abaci

Fachsprecher für Integration

Bezirk: Altona

Berufliche Bildung – Schwieger: "Reformarbeit der letzten Jahre zahlt sich aus"

Dienstag, 14.07.2015

Zum heute vorgestellten Jahresbericht 2014 des Hamburger Instituts für Berufliche Bildung (HIBB) erklärt Jens-Peter Schwieger, Fachsprecher Berufliche Bildung der SPD-Fraktion: "Die Zahlen belegen eindrucksvoll den Erfolg der in den letzten Jahren unternommen Anstrengungen auf dem Gebiet des Übergangs von Schule zum Beruf. Während 2012 nur ein Viertel der Schulabgänger direkt mit einer Ausbildung begann, lag deren Anteil im vergangenen Jahr bereits bei knapp 38 Prozent. Nach einem Jahr nach Verlassen der Schule befanden sich sogar nahezu 60 Prozent der Schulabgänger in einem Ausbildungsverhältnis. Unser Ansatz, bereits in der Ausbildungsvorbereitung Jugendliche und Betriebe zusammenzubringen, um möglichst schnell den Übergang in die Ausbildung zu erreichen, ist genau der richtige Weg. Das hilft den Jugendlichen genauso wie den Betrieben, die dringend qualifizierten Nachwuchs benötigen. Eine ganz wichtige Rolle spielen außerdem die Jugendberufsagenturen – gerade am schwierigen Übergang zwischen Schule und Beruf sind sie eine wichtige und auch in Krisensituationen verlässliche Hilfe, um jungen Menschen eine Brücke in eine gute Zukunft zu bauen."

Mit Blick auf die steigenden Flüchtlingszahlen ergänzt Kazim Abaci, flüchtlingspolitischer Sprecher SPD-Fraktion und Mitglied im Schulausschuss: "Die rasant steigenden Flüchtlingszahlen stellen auch den Bildungsbereich vor enorme Herausforderungen. Befanden sich Ende des letzten Jahres noch 900 Flüchtlinge an den beruflichen Schulen, so sind es derzeit bereits 1.750. Wir wollen, dass auch die vielen jungen Flüchtlinge und Asylsuchenden eine Chance auf Teilhabe an schulischer sowie beruflicher Ausbildung haben. Ich begrüße daher ausdrücklich das seit dem letzten Jahr laufende und künftig auch noch ausgebaute Projekt 'Av-M', bei welchem junge Migrantinnen und Migranten einen Teil ihrer Ausbildungsvorbereitung unter Begleitung in Betrieben verbringen."