Kazim Abaci

Fachsprecher für Integration

Bezirk: Altona

Hamburg geht voran und sorgt für eine bessere Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen

Freitag, 04.09.2015

Mit der heute von Sozialsentor Detlef Scheele vorgestellten neuen Initiative "W.I.R. – work and integration for refugees" setzt Hamburg erneut einen wichtigen Impuls bei der Integration von Flüchtlingen. Nachdem die Arbeitsagentur bereits mit dem Programm "early intervention" erste Schritte zur frühzeitigen Aufnahme vorhandener Berufsqualifikationen unternommen hatte, fließen diese Erfahrungen nun in ein neues und bisher einmaliges Projekt nach dem Vorbild der erfolgreichen Hamburger Jugendberufsagenturen ein. Mit "W.I.R." wird ein Projekt geschaffen, in dem alle für die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen relevanten Akteure zusammenarbeiten. Zusätzlich werden mobile Teams in den Flüchtlingsunterbringungen auf die Menschen zugehen, um mit ihnen ihre Lebenslage und Berufsqualifikationen zu besprechen. 1,5 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung.

Dazu Kazim Abaci, flüchtlingspolitischer Sprecher der SPD Fraktion: "Für eine nachhaltige Integration von Flüchtlingen ist der Spracherwerb und die schnelle Integration in den Arbeitsmarkt zwingend erforderlich. Es ist genau richtig, in die Kooperation auch bewährte Träger der Flüchtlingsberatung einzubeziehen und auf die Flüchtlinge zuzugehen. Mit dem neuen Projekt schaffen wir für die Menschen bessere Rahmenbedingungen, damit sie ihre Existenz schnell wieder in die eigenen Hände nehmen können. Davon haben alle etwas. Es ist gut für die Flüchtlinge, die Gesellschaft und die Wirtschaft."

Jens Schwieger, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion ergänzt: "Die Jugendberufsagenturen haben gezeigt, dass ein Ansatz erfolgreich ist, der die Lebenssituation der Menschen insgesamt in den Blick nimmt. Mit 'W.I.R.' und der engen Kooperation der verschiedenen Akteure erreichen wir, dass parallel mit der gesundheitlichen Versorgung und der Lösung der Unterbringungsprobleme auch frühzeitig die Voraussetzungen für eine Arbeitsaufnahme angegangen werden."