Kazim Abaci

Fachsprecher für Integration

Bezirk: Altona

Kinder und Jugendliche im Blick: Rot-Grün schafft Freizeit- und Bildungsangebote in den Sommerferien

Dienstag, 09.06.2020

Die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen betreffen in besonderem Maße Kinder und Jugendliche. Der Wegfall des gewohnten Schul- und Kitaalltags, von Vereinsaktivitäten und Treffen mit Gleichaltrigen stellt eine besondere Belastung dar. Die Fraktionen von SPD und Grünen wollen deshalb mit einem Bürgerschaftsantrag sicherstellen, dass in den bevorstehenden Sommerferien ausreichend Freizeit- und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche bereitstehen. Zu diesem Zweck sollen unter anderem bis zu zwei Millionen Euro für Honorarkräfte verwendet werden (siehe Anlage).

Dazu Kazim Abaci, Experte für Bildungspolitik der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Die Corona-Pandemie hat Eltern sowie Schülerinnen und Schüler in den letzten Wochen auf eine harte Probe gestellt. Nachdem der Unterricht zuletzt wieder unter Auflagen und in geringerem Umfang angelaufen ist, stellt sich nun die Frage, wie Kinder und Jugendliche die Sommerferien verbringen können. Ausgedehnte Urlaube sind in diesem Jahr kaum möglich. Deshalb wollen wir dafür sorgen, dass die Stadt mit Unterstützung von Honorarkräften und engagierten Eltern Freizeitangebote schafft. Außerdem ist es uns ein großes Anliegen, in den Ferien zusätzliche Lernprogramme anzubieten. Das Bewahren von Bildungsgerechtigkeit ist eine der größten Herausforderungen in der Coronakrise, die wir mit den Ferienangeboten direkt angehen wollen. Die Förderung in Höhe von bis zu zwei Millionen Euro für Honorarkräfte und Aufwandsentschädigungen sind ein starkes Pfund für einen erlebnisreichen Sommer.“

Dazu Sina Demirhan, Abgeordnete der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Kinder und ihre Eltern brauchen in diesen Zeiten ein gutes, verlässliches und umfangreiches Angebot für die Sommerferien. Sowohl in der Schule als auch in der Freizeit. Durch die Auswirkungen der Corona-Einschränkungen wird es vielen Familien nicht möglich sein, die Sommerferien außerhalb Hamburgs zu verbringen. Umso wichtiger ist es, dass Schülerinnen und Schüler ihre Ferien nicht weiter ausschließlich zuhause verbringen müssen. Darüber hinaus wollen wir individuelle Unterstützung in Lerngruppen anbieten, um durch das Homeschooling entstandene Bildungsungerechtigkeiten auszugleichen. Neben diesem schulischen Programm sollen auch kulturelle, sportliche und soziale Aktivitäten angeboten werden. Es ist wichtig, dass auch Kinder und Jugendliche von den zunehmenden Lockerungen der Allgemeinverfügungen profitieren. Das ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Denn wir wissen: Bildungsungerechtigkeit nimmt in den Ferien zu. Dem wirken wir mit unserem Antrag entgegen.“