Kazim Abaci

Fachsprecher für Integration

Bezirk: Altona

Lernferien 2021: Erfolgreiches Angebot zur Aufarbeitung von Lernrückständen wird fortgesetzt

Mittwoch, 25.11.2020

Die rot-grünen Regierungsfraktionen setzen sich mit einem gemeinsamen Antrag in der heutigen Bürgerschaftssitzung dafür ein, dass Schülerinnen und Schüler auch in den Frühjahrsferien 2021 die Möglichkeit erhalten, freiwillig und kostenlos Lernrückstände aufzuarbeiten. Damit sollen die erfolgreichen Angebote der Hamburger Lernferien aus den letzten Sommer- und Herbstferien auch 2021 fortgesetzt werden. Abhängig vom Pandemiegeschehen soll das Angebot auch auf weitere Ferienzeiträume ausgeweitet werden.

Dazu Kazim Abaci, schulpolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Die Pandemie ist seit ihrem Beginn eine enorme Herausforderung für das Schulsystem. Durch die Schulschließungen vor den Sommerferien kam es teilweise zu Lernrückständen, die von den Schülerinnen und Schülern im Rahmen der von uns eigens eingerichteten Hamburger Lernferien aufgearbeitet werden konnten. Das neue Angebot wurde von vielen Schulen nachgefragt und hat es geschafft, zahlreiche Schülerinnen und Schüler dazu zu motivieren, Teile ihrer Ferien in der Schule zu verbringen. Zugleich lässt die von der Schulbehörde initiierte Lernstandserhebung den Schluss zu, dass das Lernen in den Ferien dazu beigetragen hat, Lerndefizite aufzuholen. Teilweise zeigen die Ergebnisse der Untersuchung aber auch, dass immer noch Lernrückstände vorliegen. Zudem ist auch die gegenwärtige Situation mit situativem Unterrichtsausfall – beispielsweise aufgrund von Quarantäne-Anordnungen für Schülerinnen und Schüler – nicht einfach. Daher möchten wir in Hamburg auch in den Frühjahrsferien Lernferien anbieten – und wenn es nötig ist auch in den Sommer- und Herbstferien.“

Dazu Ivy May Müller, bildungspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Viele Schüler und Schülerinnen haben die im vergangenen Sommer und Herbst von fast allen Schulen dieser Stadt angebotenen Lernferien in Anspruch genommen. Wir wollen diese Angebote auch im kommenden Jahr wieder ermöglichen. Uns ist es wichtig, dass dieses Förderangebot weiterhin kostenfrei und freiwillig bleibt. So können die Lernferien insbesondere für Kinder aus sozial benachteiligten Familien ohne Hürde angeboten werden. Zugleich ermöglicht die Freiwilligkeit, dass Lehrerinnen und Lehrer passgenau alle Kinder auf das Angebot aufmerksam machen können, für die es eine Bereicherung wäre. Dabei können Lernentwicklungsgespräche oder ähnliche Formate als Aufhänger für eine gemeinsame Reflexion der Lernrückstände genutzt werden. Damit fällt kein Kind durchs Raster und die Schülerinnen und Schüler werden aus ihrer jeweiligen Perspektive wahrgenommen. Ausgehend von der gestärkten Erkenntnis, dass vor allem das soziale Lernen mit und voneinander im letzten dreiviertel Jahr zu kurz kam, wollen wir, dass in den Lernferien gerade auch diese Dimension in den Blick genommen wird.”