Ksenija Bekeris

Stv. Fraktionsvorsitzende, Fachsprecherin für Soziales

Bezirk: Hamburg-Nord

Bekeris und Genz fordern deutliche Ausweitung von Tempo-30-Zonen.

Mittwoch, 18.08.2010

Zögerlicher Senat unternimmt zu wenig

Tempo-30-Zonen erfüllen viele wichtige Funktionen. Sie führen zu mehr Sicherheit im Verkehr und steigern die Lebensqualität, indem sie die Lärmbelästigung reduzieren und den Ausstoß von Schad-stoffen vermindern. Der Senat behauptet diese Sicht zu teilen. Im Vorjahr war eine Liste mit 250 Straßen erstellt worden, die in ganz Hamburg zu Tempo-30-Zonen werden sollten. Nun versucht der Senat als Erfolgsgeschichte zu verkaufen, dass insgesamt 41 neue Tempo-30-Zonen eingerichtet werden. Im gesamten Wahlkreis Barmbek-Uhlenhorst-Dulsberg sollen nur zwei Straßen – die Lessingstraße und die Dithmarscher Straße – in Tempo-30-Zonen umgewandelt werden. Und noch schlimmer: ganz Barmbek geht völlig leer aus. Dabei leiden viele Barmbeker Bürgerinnen und Bürger seit Jahren unter Verkehrslärm und Raserei und sind nun schwer enttäuscht. „Bei mir im Bürgerbüro gehen viele Beschwerden wegen hoher Geschwindigkeit und starkem Verkehrslärm ein“ berichtet die Barmbeker SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ksenija Bekeris.

Besonders extreme Beispiele für Lärmbelästigung in Barmbek sind die Kopfsteinpflasterstraßen Alter Teichweg, Pfennigsbusch und Hellbrookstraße. „Die vom Senat vorgestellten Pläne sind angesichts des großen Bedarfs lächerlich und nur ein Tropfen auf den heißen Stein“ kritisiert Ksenija Bekeris. Daher fordern Ksenija Bekeris und der Barmbeker SPD-Bezirksabgeordnete Neithard Genz wesentlich mehr Tempo-30-Zonen einzuführen und als ersten Schritt in Barmbek zumindest die Hellbrookstraße, den Alten Teichweg und den Pfennigsbusch in Tempo-30-Zonen umzuwandeln. „Wenn der Senat Tempo-30-Zonen wirklich wichtig findet, muss er sich auch energisch an ihre Einrichtung machen“ verlangt Neithard Genz.

In vielen Tempo-30-Zonen wird weiterhin heftig gerast. Daher stellen Ksenija Bekeris und Neithard Genz klar, dass es wichtig ist Geschwindigkeitsbeschränkungen auch tatsächlich zu überwachen beziehungsweise deren Einhaltung durch begleitende bauliche Maßnahmen zu erreichen.