Ksenija Bekeris

Stv. Fraktionsvorsitzende, Fachsprecherin für Soziales

Bezirk: Hamburg-Nord

Das Aus für Hertie in Barmbek.

Donnerstag, 28.05.2009

SPD kritisiert Gedaschkos Tatenlosigkeit. Bekeris und Buss fordern endlich Hilfe für die Mitarbeiter und den Stadtteil.

Nachdem das endgültige Aus für die Warenhauskette Hertie bekannt wurde, haben die beiden SPD-Abgeordneten für den Wahlkreis Barmbek, Ksenija Bekeris und Wilfried Buss, erneut die Tatenlosigkeit des zuständigen Wirtschaftssenators Gedaschko beklagt: „Diese traurige Entwicklung hat sich seit Monaten abgezeichnet. Anders als andere betroffene Bundesländer hat der Hamburger Senat nichts unternommen, um neue Perspektiven für die Mitarbeiter und die Standorte zu schaffen“ kritisiert Buss: „Das ist unverantwortlich. Schließlich sind nicht die Mitarbeiter an der Pleite Schuld, sondern die Heuschrecken-Manier des britischen Eigentümers.“

Während die Hertie-Standorte in Bramfeld und Langenhorn von der Kaufland-Kette aufgekauft wurden, gibt es für die Filiale in Barmbek bisher keine Zukunftsperspektive. Deshalb fordert Ksenija Bekeris Wirtschaftssenator Gedaschko auf, endlich aktiv zu werden und nach einer Perspektive für die von Arbeitslosigkeit bedrohten Mitarbeiter und den Stadtteil zu suchen: „Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen kümmern sich derzeit um gute Lösungen für ihre Standorte, während Herr Gedaschko das Problem verschläft.“ Bekeris bemerkt weiter: “Offenbar wissen weder Herr von Beust noch Herr Gedaschko, dass nicht alle Hamburger in den Edelboutiquen am Neuen Wall einkaufen können. Die Barmbekerinnen und Barmbeker wollen einen Stadtteil mit Qualität. Sie wollen nicht nur mit Discountern abgespeist werden.“

Hinzu komme, so die beiden Abgeordneten, dass die Schließung des Kaufhauses den gerade begonnen Sanierungsprozess der Fuhlsbüttler Straße und des Barmbeker Bahnhofs konterkariere. Deshalb müsse der Senat auch im Interesse des Stadtteils Barmbek dringend aktiv werden.