Ksenija Bekeris

Stv. Fraktionsvorsitzende, Fachsprecherin für Soziales

Bezirk: Hamburg-Nord

Massive Mieterhöhungen bei SAGA GWG-Wohnungen in Barmbek-Nord bestätigt.

Mittwoch, 25.02.2009

Müssen allein die Mieterinnen und Mieter die Umweltziele des schwarz-grünen Senats bezahlen?

Auf Anfrage der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ksenija Bekeris und Wilfried Buss bestätigte der Senat nun, dass es in SAGA GWG-Wohnungen in Barmbek-Nord zu massiven Mieterhöhungen durch Modernisierungen kommt. Von der Modernisierung sind 128 Mieterinnen und Mieter an der Habichtstraße, am Schwalbenplatz und am Lißmannseck betroffen. In vier Fällen ist eine Mieterhöhung von über 60 Prozent angekündigt, im Durchschnitt liegt die Erhöhung bei 40 Prozent.

Der Senat bestätigt damit Berichte des Mietervereins zu Hamburg, der vor einer Vertreibung der Mieterinnen und Mieter aus ihrem Stadtteil warnt. Die SPD-Abgeordnete Ksenija Bekeris teilt diese Befürchtungen und fordert von der Umweltsenatorin ein Konzept, wie energetische Sanierungen sozial abgefedert werden können: „Energetische Sanierungen sind richtig, aber die Kosten für die ehrgeizigen Umweltziele der Stadt dürfen nicht allein von den Mieterinnen und Mietern getragen werden! Frau Hajduk muss hier nachbessern, damit die grüne Umwelthauptstadt Hamburg von den Bürgerinnen und Bürgern nicht nur als Verteuerung ihrer Lebenshaltungskosten gesehen wird.“

Wilfried Buss verweist auf die besondere Rolle der SAGA GWG: „Diese exorbitanten Mieterhöhungen ohne jede Staffelung sind nicht nachvollziehbar. Als öffentliches Unternehmen muss die SAGA GWG in erster Linie erschwinglichen Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen zur Verfügung stellen“. Sein Appell an die Senatorin: „Federn Sie die Mieterhöhungen ab, Frau Hajduk!“