Ksenija Bekeris

Stv. Fraktionsvorsitzende, Fachsprecherin für Soziales

Bezirk: Hamburg-Nord

Winternotprogramm: Unterkünfte und Beratung statt Bunker

Donnerstag, 10.11.2011

Die SPD-Fraktion hat in der heutigen Debatte der Bürgerschaft die Kritik der CDU am diesjährigen Winternotprogramm scharf zurückgewiesen. Die Fachsprecherin Soziales der SPD-Fraktion, Ksenija Bekeris: "Wir alle erinnern uns sehr gut daran, wie der schwarz-grüne Vorgängersenat im letzten Jahr überraschend feststellen musste, dass es in Hamburg im Winter kalt wird. Obdachlose Menschen wurden damals unter unwürdigen Bedingungen in einen stickigen Bunker ohne ausreichende sanitäre Anlagen gesteckt." Im Gegensatz dazu, habe der jetzige SPD-Senat mit dem Winternotprogramm 2011/12 – gerade auch mit dem Standort in der Spaldingstraße – eine gute und vernünftige Lösung gefunden. "Neben den insgesamt rund 240 zusätzlichen Schlafplätzen, verteilt auf die Wohnunterkunft Spaldingstraße sowie den Wohncontainern im gesamten Stadtgebiet, sorgt das Winternotprogramm zudem dafür, obdachlose Menschen zu beraten und in das bestehende Hilfesystem zu integrieren – auch dies muss in der Gesamtbetrachtung Berücksichtigung finden", so Bekeris weiter.

Ein Winternotprogramm koste Geld – dies dürfte auch der CDU wohl bekannt sein, betonte Bekeris. "Im vergangenen Jahr wurden dafür von Schwarz-Grün rund 800.000 Euro ausgegeben. Mit den für diesen Winter auf den Weg gebrachten Maßnahmen, ist das benötigte Geld mit Sicherheit sehr viel besser und verantwortungsvoller angelegt."

Es wäre zwar besser, nicht darüber sprechen zu müssen, als Erfrierungsschutz im Winternotprogramm ein leer stehendes Gebäude zu nutzen. Insofern sei es auch zu begrüßen, dass von behördlicher Seite bereits daran gearbeitet werde, eine Lösung für das nächste Jahr zu finden. "Allen ist dabei daran gelegen, dass die Nutzung der Spaldingstraße nicht nur für dieses Jahr trägt – und dies ist auch keineswegs ausgeschlossen", so Bekeris abschließend.