Ksenija Bekeris

Stv. Fraktionsvorsitzende, Fachsprecherin für Soziales

Bezirk: Hamburg-Nord

Vom Schandfleck zum neuen Zentrum Barmbeks

Über zehn Jahre bemühten sich BewohnerInnen, NutzerInnen und lokale PolitikerInnen um die Sanierung des maroden Barmbeker Bahnhofs. Mit rund 60.000 UmsteigerInnen täglich ist der Bahnhof ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Mitte 2009 haben die Umbauarbeiten begonnen. Ziel ist ein barrierefreier und moderner Bahnhof.
An einigen Stellen finden sich noch offene Baulücken, die wir Ihnen im Folgenden kurz erläutern wollen. Grund für die etappenweise Fertigstellung ist auch die Güterbahnstrecke, die durch Barmbek verläuft und auch den Bahnhof durchquert. Die Strecke muss für den Austausch der Brücken stillgelegt werden. Da die Güterbahnstrecke eine gesamteuropäische Bedeutung hat, müssen die Stilllegungen langfristig geplant werden.

Überblick:

Mit dem Durchstich auf der Ostseite des Bahnhofs ist nun eine Verbindung zwischen Wiesendamm und der Pestalozzistraße geschaffen. Auch der Haupteingang des Bahnhofs am Wiesendamm ist seit längerer Zeit fertig. Große Bedeutung beim Umbau hat die Barrierefreiheit. Die Bahnsteige der HOCHBAHN sind mittels Fahrstühlen nun barrierefrei erreichbar.
Das gleiche Ziel wird mit den Bauarbeiten am nördlichen Hauptausgang verfolgt. Auch die Anlage der S-Bahn soll barrierefrei werden. Die alte Gestaltung des Aus- und Eingang an der Krüsistraße entsprach nicht den Anforderungen an einen modernen und barrierefreien Zugang und ist für die Masse an Pendlerinnen und Pendlern unzureichend breit. Die Verbreiterung des Ausgangs nach Norden ist jedoch um einiges aufwändiger, denn über ihm befindet sich eine Bahnbrücke, die aufgrund der Verbreiterung des Eingangs ebenfalls in der Breite angepasst werden muss. In nächster Zeit wird deswegen auch der Bau der neuen Brücke vonstattengehen.

Aussicht:

  • Schalterhalle A

Der Durchbruch in der Schalterhalle A soll den zügigen Anschluss an die in der Pestalozzistraße abfahrenden Busse gewährleisten. Der Durchstich ist mittlerweile fertiggestellt. Auf der Seite der Pestalozzistraße sind noch kleinere Arbeiten vonnöten, die groben Arbeiten sind jedoch beendet.
Aktuell sind die Arbeiten an der mittleren Schalerhalle B begonnen worden. Diese umfassenden Erweiterungen des Ein- und Ausgangs werden mindestens 18 Monate andauern. Der Zugang zum Bahnhof von der Krüsistraße ist dann ausschließlich über den östlichen Zugang möglich. Ziel der Fertigstellung des Barmbeker Bahnhofs ist Ende 2016.

  • Busverkehr

Der Busverkehr wird sowohl im südlichen als auch im nördlichen Teil des Barmbeker Bahnhofs abgewickelt. Alle Busse in Richtung Innenstadt fahren am Wiesendamm ab. Diejenigen in Richtung Fuhlsbüttel bzw. Wandsbek fahren von der Krüsistraße ab. Am Bahnausgang der Krüsistraße fehlt noch immer ein Stück Überdachung. Da der Ausgang insgesamt verbreitert wird und die ungefähren Maße des Eingangs des Wiesendamms erhalten sollen, muss die Deutsche Bahn hier noch eine breitere Brücke einziehen. Die Maßnahme wird erst 2014 begonnen werden. Grund hierfür sind lange Planzeiten der Streckenbelegung der durch den Bahnhof fahrenden Züge.
Stand: August 2016