Ksenija Bekeris

Stv. Fraktionsvorsitzende, Fachsprecherin für Soziales

Bezirk: Hamburg-Nord

U5 - ein Generationenprojekt für Hamburg

Der geplante Bau der neuen U-Bahnlinie 5 von Hamburg Bramfeld bis hin zum Osdorfer Born ist das aktuell größte Infrastrukturprojekt in Hamburg. Erstmals sollen die Stadtteile Steilshoop, Lurup, Osdorf und Bramfeld an das schienengebundene öffentliche Personennahverkehrsnetz angeschlossen werden. Das Großprojekt bedeutet nicht nur für die unmittelbar entlang des Streckenverlaufs Vorteile, sondern es wird das Gesamtangebot für die Hamburgerinnen und Hamburger merklich verbessern. Durch die Anbindung der bis dato nicht angeschlossenen Stadtteile kann zudem eine echte Alternative für Pendelnde zum eigenen Fahrzeug geschaffen werden.

Ein solch großes Projekt schafft viel Gesprächsbedarf. Viele Bürgerinnen und Bürger werden für die Zeit der Bauarbeiten von den Maßnahmen unmittelbar betroffen sein. Viele Sorgen und Befürchtungen müssen geklärt und berücksichtigt werden. Die Bürgerschaft hat deswegen beschlossen nicht nur mit dem Bau der U5 neue Wege zu gehen, sondern auch bei der Beteiligung. Aktuell befindet sich das Verfahren noch immer in in einer sehr frühen Phase. Dennoch ist der Vorhabenträger - in diesem Falle die HOCHBAHN - dem Wunsch der Politik und der Bürgerinnen und Bürger gefolgt und hat einen eigens eingerichteten Planungsstab mit der Aufgabe der Verfahren zur Beteiligung eingesetzt.

Die HOCHBAHN hat zunächst eine Machbarkeitsstudie des östlichen Verlaufs erstellen lassen. Darin sind mögliche Trassenverläufe und Haltestellen geprüft worden, die Erreichbarkeit der Haltestellen und die potentielle Kundendichte im Bereich der möglichen Haltestellen.

Die Auftaktveranstaltung und erste Vorstellung der Machbarkeitsstudie in der Öffentlichkeit fand am 20. Juni 2016 in Bramfeld statt - Die erste in Barmbek am 19.09.2016. Präsentiert wurden die Ergebnisse der Studie und die Schlussfolgerungen. Regulär ist die Öffentlichkeitsbeteiligung bei Infrastrukturprojekten dieser Größenordnung gesetzlich erst im Planverfahren erforderlich. Vor dem Hintergrund der Intensität der durchzuführenden Maßnahmen wollen Politik und HOCHBAHN bei der U5 jedoch sehr viel früher ansetzten. Breits die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sollen zusammen mit Fachkräften und Bürgerinnen und Bürgern vor Ort erörtert und diskutiert werden.

Die HOCHBAHN hat für jeden Bereich der Planungen Regionalbeauftragte eingesetzt, die sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürgern annehmen. Alternative Ideen zur Haltestellenlage, den Ausgängen und Verständnisfragen können im aktuell laufenden Verfahren eingebracht werden.

Stand: Oktober 2016