Ksenija Bekeris

Stv. Fraktionsvorsitzende, Fachsprecherin für Soziales

Bezirk: Hamburg-Nord

Die Hamburger Freiwilligenstrategie

Unsere Gesellschaft verändert sich. Das zeigt sich zum Beispiel in flexibleren Arbeitszeiten, einem veränderten Angebot an Freizeit-Aktivitäten oder dem demografischen Wandel, also der Zunahme von älteren Menschen. Dadurch muss sich auch das freiwillige Engagement verändern, das sich an vielen Stellen in unserer Stadt findet: In den Sportvereinen, den Freiwilligen Feuerwehren, in den Kirchen, in Angeboten für Senioren und Kinder und zahlreichen sozialen Projekten.

Als in den letzten Jahren die Zahl von Geflüchteten, die nach Hamburg kamen, in kurzer Zeit um ein Vielfaches anstieg, haben die Hamburgerinnen und Hamburger in bemerkenswerter Form gezeigt, was sie in freiwilligem Engagement leisten können und wollen.

Bereits Ende April 2012 hat deshalb die SPD-Bürgerschaftsfraktion gemeinsam mit dem AKTIVOLI-Landesnetzwerk im Rathaus eine halbtägige Fachkonferenz zum Thema „Elemente einer Freiwilligen-Strategie für Hamburg“ durchgeführt, an der auch Ute Kumpf (MdB) und der Geschäftsführer des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement teilnahmen. Die Ergebnisse flossen im November 2012 in einen Antrag ein, mit dem der Senat ersucht wurde, gemeinsam mit den Akteuren der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft, für Hamburg eine Freiwilligenstrategie zur entwickeln (Drucksache 20/5856).

Darauf aufbauend hat der Senat für die 450000 Hamburgerinnen und Hamburger, die sich in den verschiedensten Bereichen der Stadt ehrenamtlich engagieren, ein Gesamtkonzept vorstellt: Die Engagementstrategie 2020.

Es war uns wichtig, keine Verordnung von oben zu entwickeln, sondern die Menschen, die vor sich Ort engagieren, ihre Vereine und Verbände mit einbeziehen. Freiwilliges Engagement lebt von den Erfahrungen und Kompetenzen der Helferinnen und Helfer. Darum wird jetzt mit den Freiwilligenagenturen in den Bezirken eine Anlaufstelle vor Ort geschaffen, in der nicht nur Beratung und Fortbildung von Helfern koordiniert wird, sondern auch ein fortlaufender Austausch zwischen Verwaltung und Praxis stattfinden wird. Damit haben wir ein strukturelles Fundament geschaffen, das für die Arbeit aller Freiwilligen Verfahren und Zuständigkeiten verbindlich regelt.

Stand: Dezember 2016