Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

Gewalt am Rande von Fußballspielen – SPD-Anfrage soll Lösungsansätze möglich machen

Sonntag, 24.01.2010

Sozialdemokraten untersuchen Ausmaß und Konsequenzen der Fußball-Gewalt - Juliane Timmermann: "Wir wollen Detailkenntnis, um mit Vereinen, Verbänden, Fans und der Polizei Lösungsansätze erarbeiten zu können"

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion macht die Gewalt auf Hamburgs Fußballplätzen zum Thema in der Bürgerschaft. Sie hat eine Große Anfrage an den Senat eingereicht, um Informationen über Ausmaß, Anlässe, Beteiligte und Folgen der Gewalt auf Fußballplätzen und am Rande von Fußballspielen in Hamburg zu erhalten. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei habe die Zahl gewaltsamer Auseinandersetzungen bei Fußballspielen bundesweit drastisch zugenommen. „Wir wollen jetzt wissen, welche Dimension das Problem in Hamburg hat“, sagte die SPD-Sportpolitikerin Juliane Timmermann.

Gewalt am Rande von Fußballspielen sei nicht nur ein Problem im Profifußball. Immer wieder gebe es auch Berichte über Vorfälle in den verschiedenen Hamburger Amateurligen. Mit der Großen Anfrage wolle sich die SPD die nötige Datenbasis erhalten, um anschließend mit Vereinen, Verbänden, Fans und der Polizei Lösungsansätze erarbeiten zu können, sagte Timmermann.

In ihrer Großen Anfrage will die SPD-Bürgerschaftsfraktion jetzt unter anderem wissen, wie viele Spielabbrüche es im Hamburger Amateur- und Jugendfußball in den zurückliegenden Jahren gegeben hat und was die Gründe waren. Insbesondere will die SPD wissen, in wieweit es Gewalt von Zuschauern oder Spielern gegeben hat, wer die Opfer waren und welche Konsequenzen bis hin zur Strafverfolgung eingeleitet wurden. Schließlich soll der Senat Auskunft darüber geben, welche Initiativen die Stadt und der Hamburger Fußball-Verband in der Vergangenheit gestartet haben, um dem Problem von Gewalt bei Fußballspielen in Hamburg entgegenzuwirken.