Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

Der Hochschulstandort Hamburg darf nicht austrocknen

Donnerstag, 02.09.2010

Umzugspläne für Universität sind vom Tisch – SPD fordert Neuorientierung in der Hamburger Wissenschaftspolitik

Die SPD-Fachsprecherin für Wissenschaft und Hochschule, Dorothee Stapelfeldt, hat den Senat davor gewarnt, den Wissenschaftsstandort Hamburg finanziell auszutrocknen. „Hamburg hat im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern nur eine Chance, wenn der Senat der Hochschulpolitik endlich die Bedeutung einräumt, die sie verdient“, sagte Stapelfeldt. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf Aussagen von Universitätspräsident Prof. Dr. Dieter Lenzen. Demnach habe die Deutsche Forschungsgemeinschaft darauf hingewiesen, dass Hamburg mit Blick auf die Wissenschaftsfinanzierung den letzten Platz in der Bundesrepublik einnimmt.

Stapelfeldt warnte den Senat davor, die aus dem Verzicht auf den Uni-Umzug entstandenen Perspektiven für die Universität zu gefährden. "Der Bezirk Eimsbüttel hat in der letzten Sitzung des Wissenschaftsausschusses ein überzeugendes Konzept für die bauliche Zukunft der Universität in Eimsbüttel entwickelt. Das ist eine gute Nachricht für die Universität und ein Erfolg für die SPD, die sich den Verlagerungsplänen der Wissenschaftssenatorin letztlich erfolgreich entgegen gestellt hat. Es wäre aber schlecht, wenn dieser Erfolg durch die Weigerung des Senats zunichte gemacht würde, in der Hochschulfinanzierung umzusteuern."

Für die Universität sei wichtig, dass Wissenschaftsbehörde, Universität und Bezirk die organisatorischen Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der Uni in Eimsbüttel so schnell wie möglich schaffen.

Der Leiter des Bezirksamts Eimsbüttel hatte in der Ausschusssitzung deutlich gemacht, dass es ohne ernsthafte Probleme möglich ist, die Universität an ihrem jetzigen Standort zu modernisieren. Er hatte auch klar gemacht, dass die für die kommenden Jahre benötigten zusätzlichen Flächen durch Neubauten gewonnen werden können. Letzteres erfordere keine unverträglichen Eingriffe in die städtebaulichen Strukturen des Stadtteils.