Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

EHEC-Problematik darf nicht zur Existenzbedrohung für Landwirte werden

Mittwoch, 08.06.2011

Rugbarth: Den Hamburger Gemüsebauern muss sofort und wirksam geholfen werden

Ständig neue Berichte über EHEC-Erkrankungen und deren Ursachenherd und wechselnde Warnungen vor verschiedenen Gemüseprodukten haben zu einer tiefen Verunsicherung bei Verbraucherinnen und Verbrauchern geführt. Hamburg ist davon in besonderer Weise betroffen. Die Expertin der SPD-Fraktion für Mittelstand und Landwirtschaft macht deutlich: „Die Nachfrage nach frischen Gemüseprodukten ist drastisch gesunken, auf dem Hamburger Großmarkt herrscht gähnende Leere, Lieferverträge wurden vom Lebensmitteleinzelhandel storniert. Durch die dadurch verursachten massiven Umsatzeinbußen geraten die Hamburger Gemüsebaubetriebe unverschuldet in Not.“ Die SPD-Fraktion setzt sich in dem aktuell eingebrachten Antrag: „Gesunde Ernährung mit regionalen Produkten: Soforthilfe für die Hamburger Gemüsebauern“ dafür ein, dass schnelle Hilfe geleistet wird. Rugbarth: „Die EHEC-Problematik darf nicht zur Existenzbedrohung für die Hamburger Landwirte werden.“

„Gespräche wie von der CDU-Fraktion in ihrem Antrag gefordert, haben wir längst geführt. Ein reines Berichtsersuchen führt vielleicht zu einer kurzen Zeitungsmeldung, hilft den Betroffenen aber nicht weiter. Wir wollen nicht, dass die in Schwierigkeiten geratenen Landwirte auch noch durch zusätzliche Zinszahlungen belastet werden. Unser Forderungen gehen viel weiter: Die Stadt soll Mittel bereit stellen, um die Zinskosten der von der Landwirtschaftlichen Rentenbank zur Verfügung gestellten Liquiditätshilfe-Kredite abzusenken.“, fordert Rugbarth.

„Zudem muss der Senat Druck machen, damit Deutschland schnelle Hilfen aus der EU erwirkt. Heutige Berichte lassen ansonsten eher befürchten, dass sich das Geschacher um die Höhe und Konditionen der Zahlungen hinziehen wird. Diese Zeit haben die zum Teil akut in ihrer Existenz bedrohten Betriebe aber nicht. Hilfe muss sofort geleistet werden und Hamburg wird dies im Rahmen seiner Möglichkeiten tun. Die SPD-Fraktion ist weiteren konkreten und machbaren Vorschlägen gegenüber offen. Sie möchte daher sowohl ihren eigenen als auch den Antrag der CDU-Fraktion im Wirtschaftsausschuss erläutern.“, so Rugbarth abschließend.