Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

Klar zur Energiewende in Hamburg

Montag, 15.08.2011

Vor dem Hintergrund der bundesweit eingeläuteten Energiewende setzt die SPD-Bürgerschaftsfraktion Eckpunkte für eine sichere, preiswerte sowie umwelt- und klimafreundliche Energieversorgung für die Stadt. In einem Antrag wird der Senat aufgefordert, bis Jahresende ein Konzept vorzulegen, das aufzeigt, wie in Hamburg Energie gespart, effizient produziert und eingesetzt sowie erneuerbare Energien, Netze und Speichertechnologien ausgebaut werden können. Das letzte Energiekonzept des CDU-Senats von 2005 geht noch davon aus, dass Atomenergie unverzichtbar sei. "Wenn die Energiewende gelingen soll, müssen die Länder mitziehen. Auch in Hamburg muss es nun heißen: 'Klar zur Energiewende'", sagt die Fachsprecherin für Umwelt und Energie der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Monika Schaal.

Der SPD-Antrag für ein neues Energiekonzept wird zur nächsten Bürgerschaftssitzung eingereicht und umfasst unter anderem folgende Eckpunkte:

- "Energiesparen muss Volkssport werden": Umfassende Energiesparberatung für private Haushalte mit Motivationskampagnen, Dialogmarketing und anderen Direktkontakten zu den Verbrauchern. Beispielhaft dafür könnte SAGA GWG zusammen mit der stadteigenen Energieagentur HAMEA ihre Mieter vor Ort informieren, wie sie Energie und Geld sparen.
- Weiterentwicklung und Ausbau der Stromspar-Checks für Haushalte mit kleinem Einkommen.
- Weiterführung der erfolgreichen "Fifty-Fifty"-Programme an den Schulen.
- Vorantreiben der energetischen Sanierung im privaten, gewerblichen und öffentlichen Gebäudebestand unter Inanspruchnahme von Bundes- und Landesfördermitteln. "Hier liegt ein enormes Potenzial mit hohem Nutzen für Eigentümer und Mieter durch Senkung der Heizkosten sowie für das bauausführende örtliche Handwerk und Gewerbe", so Schaal.
- Hamburger Unternehmen im Rahmen der Umwelt-Partnerschaft und des Programms "Unternehmen für Ressourcenschutz" zielgenauer ansprechen und für energieeffizienteres Wirtschaften gewinnen.
- Ausbau klimafreundlicher Energieerzeugung – unter anderem auch durch HamburgEnergie und städtische Müllverbrennungsanlagen.
- Voraussetzungen für weitere Bürgeranleihen zur Finanzierung von Investitionen in erneuerbare Energien schaffen.
- Standortentwicklung für erneuerbare Energien- und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sowie so genannte virtuelle Kraftwerke: Dies beinhaltet den Aus- und Umbau der Strom-, Gas- und Fernwärmenetze. Insbesondere die Wärmeversorgung sollte nach Ansicht der SPD-Fraktion künftig mit mehr Flexibilität zur Einspeisung von Wärme aus dezentralen Anlagen in die Wärmenetze und mit einer deutlich klimafreundlicheren CO2-ärmeren Erzeugung erfolgen als bisher.

"Der Klimaschutz ist der entscheidende Treiber für die Energiewende und zugleich ein Konjunkturprogramm für die örtliche Wirtschaft", resümiert Schaal.