Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

Selbständigkeit zielgenau unterstützen: Das neue "Meistergründungsdarlehen Handwerk"

Mittwoch, 14.09.2011

Mehr Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister als bislang sollen in Hamburg dazu motiviert werden, den Schritt in die Selbständigkeit zu gehen. Dafür hat die SPD-Bürgerschaftsfraktion heute das neue "Meistergründungsdarlehen Handwerk" auf den parlamentarischen Weg gebracht. "Eine zielgenaue Gründungsförderung ist in den kommenden Jahren – vor allem vor dem Hintergrund der hohen Zahl an gesuchten Betriebsnachfolgern – für das Hamburger Handwerk von großer Bedeutung", sagt Andrea Rugbarth, Fachsprecherin für Mittelstand und Handwerk der SPD-Fraktion.

"Handlungsbedarf besteht, weil die bis 2010 befristete 'Gründungsprämie Handwerk' in Hamburg nicht in zufriedenstellendem Maße angenommen wurde." Dies lag laut Rugbarth zum einen an der festgeschriebenen Höhe der Gründungsinvestition und zum anderem an der wenig zweckmäßigen Verknüpfung der Prämie mit der Schaffung von Arbeitsplätzen innerhalb der ersten zwei Jahre: Oftmals könne zum Zeitpunkt der Gründung noch gar keine realistische Einschätzung diesbezüglich vorliegen. Mit dem neuen 'Meistergründungsdarlehen' würden die Rahmenbedingungen nun angepasst und entscheidend verbessert. "Die Förderung setzt zukünftig am Bedarf der Gründerinnen und Gründer an kleinen Kreditbeträgen zur Finanzierung ihrer Vorhaben an und schafft die richtigen Anreize. So wird die erfolgreiche Schaffung von Arbeits- oder Ausbildungsplätzen mit einem teilweisen Darlehenserlass belohnt."

Das neue Förderprogramm soll Investitionsdarlehen bis zu 25.000 Euro ermöglichen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf einer angemessenen marktüblichen, aber tragbaren Verzinsung der Darlehen. Die Hamburger Handwerkskammer ist in die praktische Umsetzung beratend eingebunden und nimmt ferner die fachlichen Beurteilungen der Anträge vor. Die Darlehen werden über die Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt abgewickelt. Zur Haushaltsentlastung soll außerdem geprüft werden, ob eine Refinanzierung der Darlehen durch Dritte, wie etwa der Kreditanstalt für Wiederaufbau, möglich ist.

"Durch den Wegfall der Investitionsgrenze kommt dieses neue Förderkonzept auch dem Gründungsverhalten von Frauen näher, die erfahrungsgemäß mit geringeren Investitionssummen in die Selbständigkeit starten", so Rugbarth.