Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

Welt-AIDS-Tag: Zahl der HIV-Neuinfektionen in Hamburg bieten keinen Grund zur Entwarnung

Mittwoch, 30.11.2011

Anlässlich des morgigen Welt-AIDS-Tages unter dem Motto "Positiv Zusammen leben. Aber Sicher!" erklärt der Fachsprecher Gesundheit der SPD-Bürgerschaftsfraktion Dr. Martin Schäfer: "Es ist nach wie vor wichtig, das Bewusstsein über die Risiken einer HIV-Infektion und die Möglichkeiten, sich davor zu schützen, wach zu halten. Die Ergebnisse der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über das Präventionsverhalten stimmen optimistisch."

Die SPD-Bürgerschafsfraktion begrüßt die Intention der diesjährigen Kampagne zum Welt-AIDS-Tag, die Lebenssituation der Menschen, die mit dem HI-Virus leben, in den Blick zu nehmen. In Hamburg leben schätzungsweise 6.000 Menschen mit einer HIV-Infektion. Die Zahl der Neuinfektionen ist in Hamburg mit geschätzten 200 im Jahr 2011 nach wie vor hoch. "Immerhin konnte jedoch der Aufwärtstrend der letzen Jahre gestoppt werden", so Schäfer. In diesem Zusammenhang sei gerade die Arbeit der Hamburger Beratungsstellen bei Hein und Fiete in St. Georg sowie der CASA blanka in Altona besonders wichtig. "Es ist gut, dass dort die Möglichkeit zu umfassenden, kostenlosen und anonymen Tests besteht und auch genutzt wird."

Schäfer hob in diesem Zusammenhang hervor, dass die SPD-Fraktion in den Haushaltsberatungen der vergangenen Woche eine weitere Stärkung der HIV-Prävention beschlossen habe (siehe Anlage). "Die Präventionsarbeit an Schulen und die niedrigschwellige Prävention bei Strichern durch Einrichtungen wie 'Basis' und 'Woge e.V.' wurden gestärkt. Ebenso haben wir damit die beabsichtigte Kürzung des schwarz-grünen Vorgängersenats korrigiert."

Philipp Sebastian Kühn, Fachsprecher für Lesben und Schwule der SPD-Bürgerschafsfraktion erklärt: "Der größte Teil der Menschen, die mit einer bekannten HIV-Infektion in Hamburg leben, sind Männer. Männer, die Sex mit Männern haben, sind auch nach wie vor die größte Risikogruppe. Es ist gut, dass die szenenahe Präventionsarbeit in den vergangenen drei Jahren wieder gestärkt werden konnte. Die Neuinfektionen weiter zu senken bleibt aber eine Herausforderung."