Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

Kita-Plus kommt – Kita-Qualität steigt!

Donnerstag, 20.09.2012

Mehr pädagogisches Personal für Kitas mit besonderen Anforderungen

"Mit Kita-Plus werden wir zum Jahreswechsel die Betreuungsqualität in rund 300 Kitas stärken und Kinder aus sozial benachteiligten Familien und mit Sprachförderbedarf zusätzlich unterstützen“, so Melanie Leonhard, Fachsprecherin Familie, Kinder und Jugend der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Damit werde die Kita-Qualität deutlich gestärkt und ein weiterer Baustein der Vereinbarung der Hamburger SPD mit dem Landeselternausschuss (LEA) umgesetzt. Ab dem 1. Januar 2013 erhalten etwa 300 Hamburger Kitas, die pädagogisch besonders gefordert sind, eine um 24 Prozent verbesserte Ausstattung des Erziehungspersonals im Elementarbereich (Kinder vom vollendeten dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt). Dazu gehören Kitas, die überdurchschnittlich hohe Anteile von Kindern aus sozial benachteiligten oder aus Familien mit einem Migrationshintergrund betreuen. Mit dem Kita-Plus-Programm sind die Umsetzung eines Konzeptes zur inklusiven Bildung, eine fachlich qualifizierte Sprachförderung, spezifische Elternarbeit sowie eine gute Vernetzung im Sozialraum verbunden.

"Kita-Plus schafft mehr Chancengerechtigkeit", so Leonhard. "Kinder aus sozial benachteiligten Familien sowie Kinder mit Migrationshintergrund haben durch Kita-Plus bessere Startchancen in der Schule. Eine frühe, qualitativ hochwertige Förderung in der Kita ist die beste Grundlage für alles Folgende." Auch Kitas, die nicht die Voraussetzungen zur Teilnahme am Kita-Plus-Programm erfüllen, in denen jedoch mindestens 25 Prozent der Kinder im Elementarbereich aus einer Familie mit einer nichtdeutschen Herkunftssprache kommen, können ein zusätzliches Entgelt für eine intensivierte Sprachförderung erhalten.

Der Haushaltsplanentwurf für 2013 und 2014 sieht für das Kita-Plus-Programm und die intensivierte Sprachförderung ein Finanzvolumen von zusammen rund 30 Millionen Euro vor.

Hintergrund:

Für die Betreuung von Kindern bis zum Schuleintritt steigen in Hamburg die Ausgaben von 451 Millionen Euro in diesem Jahr auf rund 490 Millionen Euro im Jahr 2013 und auf rund auf 533 Millionen Euro im Jahr 2014. Gegenüber dem Jahr 2002 ist das ein Plus von rund 193 Millionen Euro beziehungsweise eine Steigerung um 65 Prozent.

Enthalten sind hierin folgende Leistungen und Verbesserungen:
• Rücknahme der im Jahr 2010 vorgenommenen Erhöhung der Elternbeiträge für die Betreuung von Kindern in Kitas und Tagespflege.
• Abschaffung des Verpflegungsanteils – alle Kinder in Kitas und Tagespflege erhalten ein kostenfreies Mittagessen.
• Wiederherstellung des Rechtsanspruchs auf Kinderbetreuung für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr.
• Ausweitung der Beitragsfreiheit im vorschulischen Jahr auf die "Kann-Kinder".
• Ab August 2013 wird Hamburg einen Rechtsanspruch auf Krippenbetreuung ab dem ersten Lebensjahr einführen. Für Kinder ab zwei Jahren geschieht das schon ab diesem August, ein Jahr früher als der Bund es vorsieht. Der dafür notwendige Ausbau von Krippenplätzen wird die Quote des Bundesgesetzes (mindestens 35 Prozent) weit übertreffen. Rund 43 Prozent der Kinder im Krippenalter werden nach der Planung ab dem 1. August 2013 in Hamburg in Krippen und in der Kindertagespflege betreut werden.
• Ab August 2014 wird das Basisangebot in der Kindestagesbetreuung im Krippen- und Elementarbereich (fünf Stunden plus Mittagessen) für alle Kinder kostenlos sein. Die Familien werden damit im Jahr 2014 mit rund 30 Millionen Euro entlastet.
• Darüber hinaus gibt es in Hamburg bereits 38 Eltern-Kind-Zentren an Kitas. Weitere drei Eltern-Kind-Zentren werden bis Ende dieses Jahres eingerichtet. In den Haushaltsjahren 2013 und 2014 stellt die Sozialbehörde für die Eltern-Kind-Zentren jeweils rund drei Millionen Euro aus den Mitteln für die Kindertagesbetreuung bereit.