Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

SPD-Fraktion fordert bessere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an Haltestellen

Donnerstag, 31.01.2013

Zu einem attraktiven Radverkehr gehören neben fahrradfreundlichen Straßen und Wegen gute und sichere Abstellmöglichkeiten für Räder an ÖPNV-Haltestellen. Martina Koeppen, Fachsprecherin Verkehr der SPD-Fraktion: "Zu den Stoßzeiten sind Busse und Bahnen voll, die Mitnahme von Rädern ist dann nicht möglich. Weil es aber zu wenige und vor allem zu wenige sichere Abstellflächen für Fahrräder gibt, fahren viele Pendler mit dem Auto oder dem Bus zur nächsten U- oder S-Bahn-Station. Viele verzichten auf die Kombination von Fahrrad und ÖPNV, weil sie um ihr teures Rad fürchten. Oder sie nutzen ein weniger komfortables und vielleicht sogar weniger sicheres 'S-Bahn-Fahrrad', bei dem sie keine Schäden durch Wetter und Vandalismus fürchten." Anders als beim sehr erfolgreichen Park+Ride gebe es deshalb beim Thema Bike+Ride noch deutlich Verbesserungspotenzial, betont Koeppen.

Die SPD-Fraktion fordert daher den Senat auf, ein Konzept zur Verbesserung der Situation an den Haltestellen zu entwickeln. Koeppen: "Als Minimum muss gelten, dass Abstellanlagen für Fahrräder gut beleuchtet und aufgeräumt sind. Vor allem an wichtigen Knotenpunkten wünschen wir uns aber deutliche Verbesserungen, etwa durch überdachte Fahrrad-Parkplätze, mehr abschließbare Fahrradboxen und auch überwachte Abstellanlagen." Die SPD-Fraktion schlägt vor, zuerst an wichtigen S- und U-Bahn-Haltestellen zu starten, die durch das Veloroutennetz erschlossen werden. Langfristig soll ein Bike+Ride-Entwicklungskonzept für die gesamte Stadt erstellt werden. Denn bevor es los gehen kann, sind zahlreiche Fragen zu klären. Koeppen: "Kleinteilige Besitzverhältnisse und teilweise unklare Zuständigkeiten im jeweiligen Bahnhofsumfeld behindern aktuell ein übergreifendes Vorgehen. Wir wünschen uns eine Bewirtschaftung der Bike+Ride-Anlagen aus einer Hand, genauso wie sie derzeit auch für die Park+Ride-Anlagen geplant wird." Hierfür müssten etwa durch Nutzungsübertragungen die Zuständigkeiten entsprechend geregelt werden. Koeppen abschließend: "Wenn mehr Pendler mit dem Rad zur Haltestelle fahren, dürfte das auch die Autofahrerinnen und Autofahrer freuen, die heute über überfüllte Park+Ride-Anlagen klagen."