Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

Externe Stromversorgung: 2014 soll das erste Kreuzfahrtschiff an die Steckdose

Mittwoch, 27.02.2013

Noch vor Ablauf der Kreuzfahrtsaison 2014 soll das erste Schiff im Hamburger Hafen an die Steckdose. Das ist das erklärte Ziel der SPD-Bürgerschaftsfraktion, die dazu heute eine Initiative in die Bürgerschaft einbringt (siehe Anlage). "Seit vielen Jahren wird über die Frage einer externen Stromversorgung für Schiffe diskutiert. Jetzt geht es nicht mehr um das "Ob", sondern um die konkrete Umsetzung und wir wollen noch in dieser Wahlperiode sichtbare Ergebnisse sehen. Die Vorarbeiten für eine externe Stromversorgung für Kreuzfahrtschiffe über Landstromanlagen oder mobile Kraftwerke, so genannte Power-Bargen, sollen zügig zum Abschluss gebracht werden. Mit unserem Antrag machen wir einen wichtigen Schritt dahin", so die SPD-Abgeordnete und Vorsitzende des Umweltausschusses, Anne Krischok.

Neben dem Terminal in Altona soll für das Kreuzfahrtterminal HafenCity – wie auch für weitere Versorgungsbedarfe im Hafen – gemeinsam mit privaten Partnern ein Konzept für eine externe Stromversorgung vorbereitet werden. Dies umfasst auch den möglichen Einsatz von Power-Bargen. Für den Bau und Betrieb einer Landstromanlage in Altona wäre aus Sicht der SPD-Fraktion die Hamburg Port Authority (HPA) bestens geeignet. Krischok: "Dies hätte den Vorteil, dass alle notwendigen Schritte wie Grundstückserschließung, Bau der Landstromanlage, Betreibung und Wartung von einem Akteur umgesetzt werden könnten. Außerdem ist die HPA bereits jetzt schon dabei, entsprechende Vorarbeiten und Prüfungen am Kreuzfahrtterminal Altona vorzunehmen. Da die Technik auch auf den Einsatz im Bereich der Containerschiffe übertragbar ist, könnte dies für die HPA in Zukunft ein interessantes Betätigungsfeld werden." Zur Finanzierung sollen Fördermittel bei der EU und beim Bund eingeworben, möglichst private Unternehmen beteiligt und zu gegebener Zeit eine durch die Bürgerschaft bewilligte Deckung durch Haushaltsmittel herangezogen werden.

Krischok abschließend: "Neben den rund 170 Kreuzfahrtschiffen können auf längere Sicht auch rund 12.000 weitere Schiffe – vor allem Containerschiffe – ihre Emissionen senken. Die externe Stromversorgung im Hafen kann und wird hier einen wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung in Hamburg leisten."