Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

Sanierung des Mahnmals St. Nikolai: Bürgerschaft gibt heute grünes Licht

Mittwoch, 28.08.2013

Die Sanierung des Mahnmals St. Nikolai wird mit der heutigen Bürgerschaftssitzung endgültig beschlossen. Die SPD-Fraktion hatte dazu einen Antrag eingebracht, mit der Haushaltsmittel in Höhe von 7,25 Millionen Euro aus dem "Sanierungsfonds Hamburg 2020" zur Verfügung gestellt werden. Weitere sieben Millionen Euro übernimmt der Bund, um die Gesamtsanierungskosten von insgesamt 15,25 Millionen Euro mitzufinanzieren. Dazu erklärt die Fachsprecherin Kultur der SPD-Fraktion, Isabella Vértes-Schütter:

"Die Sanierung des Mahnmals St. Nikolai als zentraler Erinnerungsort für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ist für Hamburg von herausragender Bedeutung. Es freut mich besonders, dass wir die Instandsetzung des wichtigsten Erinnerungsortes im Herzen unserer Stadt auf den Weg bringen, bevor am kommenden Sonntag die große Dauerausstellung über die verheerenden Bombenangriffe auf Hamburg vor 70 Jahren im Mahnmal St. Nikolai eröffnet wird." Im Gewölbe der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche werden bei der Schau "Gomorrha 1943. Die Zerstörung Hamburgs im Luftkrieg" auf 600 Quadratmetern Exponate, Texte, Fotos und Briefe gezeigt.

Vértes-Schütter weiter: "Ich danke allen Beteiligten bei Kulturbehörde, Bezirksamt, Bürgerschaft und Bundestag ausdrücklich, dass wir damit gemeinsam ein überparteiliches Zeichen für dieses Mahnmal setzen können. Wieder einmal ist es gelungen, parteiübergreifend im Bundestag Bundesmittel nach Hamburg zu lenken, ohne die wir die Sanierung des Mahnmals jetzt nicht auf den Weg bringen könnten."

Zum Hintergrund:
Die Bürgerschaft hat sich dieses wichtigen Anliegens bereits seit längerem angenommen (Drs. 20/2393): Für die Erstellung eines Schadengutachtens und einer belastbaren Kostenunterlage Bau für die Sanierung des Mahnmals St. Nikolai wurden auf Antrag der SPD-Fraktion bereits im Dezember 2011 aus dem "Sanierungsfonds Hamburg 2020" Mittel in Höhe von 700.000 Euro bereitgestellt. Das beschädigte Mahnmal ist inzwischen ordentlich begutachtet und eine detaillierte Planung für die Instandsetzung konnte aufgelegt werden. Die Bürgerschaft erhielt eine valide Entscheidungsgrundlage, um damit die zur Sicherung der Komplementärfinanzierung erforderlichen Mittel in Höhe von 7,25 Mio. Euro auf den Weg zu bringen. Für die zusätzliche Finanzierung durch den Bund hatten sich besonders der CDU-Bundestagsabgeordnete Rüdiger Kruse und auch der örtliche SPD-Wahlkreisabgeordnete Johannes Kahrs eingesetzt.