Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

SPD-Fraktion unterstützt neues Park-and-Ride-Konzept und den geplanten Ausbau der Anlagen

Dienstag, 22.10.2013

"Wir freuen uns über das heute vorgestellte Park-and-Ride-Konzept, mit dem der Senat auch unsere Vorschläge für ein verbessertes Verkehrsangebot aufgenommen hat", so Martina Koeppen, Fachsprecherin Verkehr der SPD-Fraktion. "Die aktuellen Nutzungstrends zeigen ganz eindeutig, dass Park-and-Ride-Plätze zukünftig noch stärker nachgefragt werden als bisher."

Die SPD-Fraktion hatte bereits im letzten Jahr einen Antrag in die Bürgerschaft eingebracht, um das Park-and-Ride-Angebot zu verbessern. Alle Anlagen sollen aus einer Hand betreut werden, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten und etwa Falsch- oder Dauerparker besser kontrollieren zu können.

Es sei richtig, innerstädtische Park-and-Ride-Anlagen zu schließen, so Koeppen. "Diese Standorte leisten keinen Beitrag zur Entlastung des Innenstadtkerns, weil sie nicht zum frühzeitigen Umstieg auf den ÖPNV anregen. Diese Flächen sollten in Zukunft sinnvoller genutzt werden. Durch den angekündigten Neubau von mehreren Tausend neuen Plätzen an besserer Stelle wird dieser Wegfall mehr als kompensiert."

Die Einführung von Gebühren an gut ausgestatteten Park-and-Ride-Anlage sei nachvollziehbar, so Koeppen. Dies habe der Rechnungshof bereits 2007 angeregt. Koeppen weiter: "Die Park-and-Ride-Anlagen sind schließlich auch heute nicht kostenlos: Die Investitionskosten liegen je nach Ausführung bei 3.500 bis 17.000 Euro pro Platz. Hinzu kommen jährlich bis zu 300 Euro Unterhaltskosten pro Platz, die bisher durch die Kunden des HVV und den Hamburger Haushalt aufgebracht werden müssen. Die Bike-and-Ride-Kunden hingegen zahlen bereits heute für sichere Abstellflächen in Fahrradboxen oder in Radstationen. Von daher ist es richtig, auch die Autofahrerinnen und Autofahrer an den Unterhaltskosten zu beteiligen. Nach der Einführung der Gebühren wird die Zahl der Fremdparker, die gar nicht den ÖPNV nutzen, deutlich abnehmen, das zeigen die Erfahrungen aus anderen Städten. Außerdem gibt es dann keinen Anreiz mehr, an den bereits gebührenpflichtigen Park-and-Ride-Anlagen im Umland vorbei zu fahren."

Koeppen abschließend: "Wir setzen weiter darauf, möglichst viele Pendler für den Umstieg auf den ÖPNV zu begeistern. Mit dem vorliegenden Konzept erreichen wir ein attraktives Park-and-Ride-System, einen nachfragegerechten Ausbau der Anlagen sowie einheitliche Sicherheitsstandards."