Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

Mehr Sicherheit und mehr Komfort für Fußgänger und Radfahrer

Donnerstag, 07.11.2013

SPD-Fraktion will Radfahren auf der Straße und Neuordnung von Gehwegen unterstützen

Überflüssige Radwege zurückbauen und damit das Radfahren auf der Straße unterstützen – das erhöht die Verkehrssicherheit und bringt neue Spielräume für Fußgänger. Die SPD-Fraktion bringt hierzu einen Antrag in die heutige Bürgerschaftssitzung ein. Martina Koeppen, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion erklärt das Vorhaben: "Am sichersten ist das Radfahren auf der Straße, für die meisten Radwege gibt es deshalb keine Benutzungspflicht mehr. Trotzdem kommt es immer wieder zu Konflikten, etwa weil die motorisierten Verkehrsteilnehmer die Rechte der Radfahrer nicht kennen oder weil sich Fußgänger und Radfahrer weiterhin auf viel zu engen Wegen in die Quere kommen. Die Behörden sollten daher in Zukunft bei jeder Sanierung überprüfen, welche Radwege noch notwendig sind. Dies schafft Klarheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer und bietet die Chance, die Qualität der Gehwege zu verbessern: durch einheitliche Bodenbeläge und die Möglichkeit, den gewonnenen Raum besser zu nutzen, zum Beispiel mit Sitzbänken für eine bessere Aufenthaltsqualität, mehr Abstellflächen für Räder oder einfach nur durch mehr Platz zum Flanieren."

Koeppen weiter: "Ein gelungenes Beispiel ist die kürzlich fertig gestellte Umgestaltung der Eimsbütteler Chaussee. Hier hat der Radverkehr Schutzstreifen auf der Straße erhalten, die Aufenthaltsqualität für Fußgänger wurde gleichzeitig deutlich verbessert. Aber auch kleinere Maßnahmen, wie am Alten Teichweg, sind sinnvoll. Dort wurde im Rahmen der Sanierung von Winterschäden der überflüssige Radweg entfernt, auf dem stark von Fußgängern frequentierten Weg ist nun mehr Platz. Wir wollen diese Entwicklung nicht dem Zufall überlassen, sondern fordern den Senat auf, solche Umgestaltungen regelhaft bei Sanierungsmaßnahmen zu prüfen."

Lars Pochnicht, Radverkehrsexperte der SPD-Fraktion ergänzt: "Schon mehr als 40 Prozent ihrer Wege legen die Hamburgerinnen und Hamburger zu Fuß oder mit dem Rad zurück. Trotzdem steht ihnen oft nur ein sehr kleiner Teil der Verkehrsfläche zur Verfügung. An stark frequentierten Wegen wie rund um die Alster brauchen wir mehr Platz für den Radverkehr, Spaziergänger und Jogger. Wenn wir wie mittlerweile durchaus üblich an der Alster täglich mehr als 10.000 Radfahrerinnen und Radfahrer zählen, müssen wir darauf reagieren. So wäre zum Beispiel am West- und Ostufer der Außenalster die Einrichtung von Fahrradstraßen sinnvoll, und auch am Südostufer sollten sicherheitserhöhende Maßnahmen angestrebt werden."