Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

Mietenspiegel 2013: Wohnungsbau weiter vorantreiben – Mieterschutz stärken

Dienstag, 12.11.2013

Der heute vorgestellte Mietenspiegel belegt aus Sicht der SPD-Fraktion erneut die angespannte Situation und Entwicklung auf dem Hamburger Wohnungsmarkt. Die Zahlen bestätigen den dringenden Handlungsbedarf und unterstützen die Notwendigkeit des Kurswechsels in der Wohnungsbaupolitik nach dem Regierungswechsel 2011. Dazu Dirk Kienscherf, Fachsprecher Stadtentwicklung der SPD-Fraktion: "Der aktuelle Mietenspiegel macht deutlich, dass der Wohnungsneubau weiterhin oberste Priorität haben muss und durch einen wirksamen Mieterschutz zu ergänzen ist. Dieses betrifft insbesondere die Begrenzung von Neuvertragsmieten. Wir brauchen Anreize zum Bauen, aber nicht zur Abzocke."

Kienscherf weiter: "Der Anstieg des Mittelwertes beim Mietenspiegel um 5,7 Prozent auf nunmehr 7,56 Euro fällt leicht geringer aus als noch 2011. Dies kann uns jedoch nicht beruhigen. Insbesondere in innerstädtischen Altbauquartieren setzt sich ein besorgniserregender Trend zu deutlichen Preissprüngen fort, geringere Steigerungen sind bei Wohnungen aus den 1950er und 1960er Jahren zu verzeichnen. Der aktuelle Mietenspiegel selber kann die stark gestiegene Neubautätigkeit noch nicht berücksichtigen, da viele der 2011 oder 2012 genehmigten Wohnungen erst in den nächsten Monaten fertig werden und somit auf dem Wohnungsmarkt erst noch ankommen werden. Dass konkret Ende 2012 5.287 Wohnungen im Bau waren, so viele wie seit annähernd 20 Jahren nicht mehr, ist ein großer Erfolg."

Angesichts der teilweise kräftig steigenden Neuvertragsmieten ist es nach Ansicht von Kienscherf richtig und wichtig, dass sich die Bundes-SPD in den Koalitionsverhandlungen für einen verbesserten Mieterschutz eingesetzt habe: "Die weitere Begrenzung von Mieterhöhungen bei bestehenden Verträgen und die Einführung einer Begrenzung bei neuen Mietverträgen sind wichtige Schritte für moderatere Mietpreisentwicklungen."