Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

Externe Stromversorgung für Kreuzfahrtschiffe startet

Mittwoch, 27.11.2013

Hamburg investiert über sieben Millionen Euro in Landstrom-Terminal

Heute beschließt die Bürgerschaft über das Konzept zur alternativen Stromversorgung von Kreuzfahrtschiffen im Hamburger Hafen. Dazu erklärt die SPD-Abgeordnete Anne Krischok, Vorsitzende des Umweltausschusses: "Was lange währt, wird endlich gut, denn mit der heutigen Entscheidung beenden wir eine nahezu sechsjährige Diskussion. Wir können endlich starten, Landstrom kann kommen – und dies wird für die Menschen in Altona konkret deutlich bessere Luft bedeuten."

Das Konzept des Senates sieht die Errichtung einer stationären Landstromanlage am Kreuzfahrtterminal Altona und die Schaffung der erforderlichen Infrastruktur am Kreuzfahrtterminal HafenCity für eine Stromversorgung von Kreuzfahrtschiffen durch privat betriebene Power-Bargen – als schwimmende Stromerzeugungsanlagen – vor. Während die Power-Bargen im kommenden Jahr in der HafenCity in Betrieb gehen, wird der stationäre Landstromanschluss spätestens 2015 starten. "Somit wird Hamburg im Jahre 2015 als Gastgeber der Welthafenkonferenz zwei innovative alternative Stromerzeugungssysteme in der Praxis präsentieren können", so Krischok. Landstrom ist dabei nur ein Projekt, den Hafen ökologischer gestalten: So sollen künftig die Hafenfähren mit Gas fahren, was jährlich 12.000 Tonnen CO² einsparen wird. Damit werden Innovationen vorangetrieben, die beispielgebend für andere Häfen sein könnten.

Krischok: "Hamburg nimmt in Zeiten klammer Haushaltslagen viel Geld in die Hand – über sieben Millionen Euro plus weitere Verpflichtungsermächtigungen von über acht Millionen Euro sind eine große Investition. Wir leisten damit aber einen ganz wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Lärmschutz – das sollte es uns wert sein. Der Hamburger Hafen kann ein Beispiel dafür werden, wie ökonomische und ökologische Aspekte in der europäischen Hafenwirtschaft im Einklang weiter entwickelt werden können. Und dass ein sauberer Hafen auch gut für die Wettbewerbsfähigkeit ist, zeigt die Tatsache, dass die Aida-Flotte Hamburg zu ihrem Heimathafen gemacht hat."