Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

Anhörung im Verkehrsausschuss – Experten bestätigen P+R-Konzept

Mittwoch, 08.01.2014

Bei der gestrigen Anhörung im Verkehrsausschuss haben die eingeladenen Experten das neue Park+Ride-Konzept des Senats voll und ganz bestätigt. Dazu Martina Koeppen, Fachsprecherin Verkehr der SPD-Fraktion: "Alle Sachverständigen haben keinen Zweifel daran gelassen, dass die vorgesehene Neuausrichtung des P+R-Angebotes in Hamburg der absolut richtige Weg ist. P+R-Anlagen innerhalb des Ring 2 sind überflüssig – so der einmütige Tenor der Experten. Und genau deshalb werden jetzt auch Anlagen vom Innenstadtkern verstärkt an den Stadtrand verlagert, damit schaffen wir die Voraussetzung für einen frühzeitigeren Umstieg auf den ÖPNV. Wir müssen die Autofahrer dort abholen, wo sie nach Hamburg reinfahren und nicht erst im Innenstadtbereich. Durch den Neubau von mehreren Tausend zusätzlichen Plätzen an besserer Stelle wird der Wegfall im Stadtkern auch mehr als kompensiert."

Auch die Einführung von Gebühren für die Nutzung von P+R-Plätzen fand bei den Experten Zustimmung. Koeppen: "Die Gebühren werden ausschließlich für die Unterhaltung, nicht für den weiteren Ausbau der Anlagen verwendet. Und schon heute sind P+R-Plätze schließlich nicht kostenlos: jährlich bis zu 300 Euro Unterhaltskosten fallen pro Platz an, die bisher durch die Kunden des HVV und den Hamburger Haushalt aufgebracht werden müssen. Auch die Bike-and-Ride-Kunden zahlen für sichere Abstellflächen in Fahrradboxen oder in Radstationen. Von daher ist es richtig, auch die Autofahrerinnen und Autofahrer an den Unterhaltskosten zu beteiligen. Zwei Euro pro Tag, 20 Euro pro Monat oder 200 Euro pro Jahr sind in Anbetracht des Mehrwertes, den die P+R-Anlagen bieten, nicht zu viel verlangt."