Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

Gemeinsam für Flüchtlinge – Hamburg wird die Herausforderungen mit vereinten Kräften meistern

Mittwoch, 10.09.2014

Heute beschließt die Bürgerschaft über weitere finanzielle und personelle Mittel für die Flüchtlingsunterbringung. Rund 300 Millionen Euro werden dafür am Schluss für alle Maßnahmen in diesem Jahr ausgegeben. Die SPD-Bürgerschaftsfraktion hat dazu einstimmig eine Initiative beschlossen, die den Senat zu weiteren Anstrengungen zur Vermeidung von Zeltunterkünften auffordert, mehr Solidarität des Bundes anmahnt und außerdem die Mittel für die ehrenamtliche Unterstützung von Flüchtlingen in Hamburg verdoppelt.

Die SPD-Sozialexpertin Ksenija Bekeris: "Angesichts der nach wie vor stetig steigenden Flüchtlingszahlen stehen wir hier in Hamburg vor enormen Herausforderungen. In den kommenden Wochen müssen wir uns deshalb klar machen: Wenn wir jetzt nicht schnell handeln und auch Lösungen wie Wohnschiffe und leerstehende Schulen nutzen, dann lautet die Alternative Zeltunterbringung im Winter – und das kann wirklich niemand ernsthaft wollen. Aktuell befinden sich gut 2.300 Menschen in der Zentralen Erstaufnahme. Und wenn man weiß, dass wir 2011 mit 270 Plätzen gestartet sind, dann sieht man, dass Hamburg in punkto Unterbringung bereits erhebliches geleistet hat. Aber allein in den nächsten Wochen und Monaten müssen wir 1.500 zusätzliche Plätze für die Folgeunterbringung von Flüchtlingen bereitstellen. Gemeinsam kann und wird Hamburg diese humanitäre Hilfe auch leisten. Zugleich muss aber auch auf Bundesebene weiterhin für Unterstützung der besonders betroffenen Metropolen geworben werden. Das ist die klare Botschaft unseres Zusatzantrags."

Bekeris weiter: "Hamburg ist solidarisch mit den Flüchtlingen und es gibt ein beeindruckendes Engagement der Hamburgerinnen und Hamburger. Gerade angesichts der wachsenden Herausforderungen kann man das gar nicht hoch genug einschätzen. Wir danken deshalb ausdrücklich allen, die aktuell die Flüchtlinge in vielfältiger Weise – zum Beispiel durch Hausaufgabenhilfe und bei Behördengängen – unterstützen. Sie tragen erheblich zur Akzeptanz in der Gesellschaft bei. Jeder Hamburger, jede Hamburgerin ist aufgerufen, ob er oder sie auch etwas beitragen kann. Und deshalb ist es auch ein gutes Zeichen, dass wir die Mittel für das freiwillige Engagement für Flüchtlinge mit weiteren 200.000 Euro verdoppeln können."