Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

Flughafen will Landeentgelte für späte und laute Flugzeuge erhöhen

Donnerstag, 30.10.2014

Dressel: "Mehr Anreize für weniger Lärm – wichtiger Teil des Zehn-Punkte-Plans wird umgesetzt"

Der Flughafen will Anfang 2015 seine Entgeltordnung anpassen und damit die Anreize für weniger Lärm deutlich erhöhen, ein entsprechender Antrag liegt der Wirtschaftsbehörde zur Genehmigung vor. Damit setzt der Flughafen einen wichtigen Punkt des interfraktionellen Zehn-Punkte-Plans der Bürgerschaft um. Das wurde gestern Abend bei einer Podiumsdiskussion der BAW-Bürgerinitiative in Duvenstedt bekannt. So soll der Lärmzuschlag für die beiden höchsten Lärmklassen mit den lautesten Flugzeugen um bis zu 45 Prozent erhöht, der Lärmzuschlag für die mittleren Lärmklassen um bis zu 13 Prozent angehoben werden. Auch die Zuschläge für Starts und Landungen in den Tagesrand- und Nachtzeiten sollen drastisch erhöht werden. In der Zeit von 22:00 bis 22:59 Uhr steigt der Zuschlag von 100 auf zukünftig 150 Prozent. In der Zeit nach 23:00 Uhr von momentan 200 auf dann 300 Prozent.

SPD-Fraktionschef Andreas Dressel, der den interfraktionellen Zehn-Punkte-Plan der Bürgerschaft gegen Fluglärm mitinitiiert hat, zeigte sich am Donnerstag zufrieden: "Mehr Anreize für weniger Lärm. Damit wird ein wichtiger Punkt unserer interfraktionellen Initiative aufgegriffen. Auch wenn das noch nicht alle Fluglärmprobleme löst, ist es ein erkennbarer Fortschritt, von dem alle Fluglärmbetroffenen in der ganzen Stadt etwas haben. Wir werden uns am 13. November im Umweltausschuss die Fortschritte und Probleme bei der Umsetzung des Zehn-Punkte-Plans vom Senat berichten lassen. Uns sind alle darin verankerten Ziele, die wir verabschiedet haben, wichtig. Das geht von den Anflugverfahren bis zur Veränderung des Luftverkehrsgesetzes. Wir bleiben weiter dran und nehmen die Sorgen der lärmbetroffenen Bürgerinnen und Bürger im Hamburger Nordosten und in ganz Hamburg ernst. Da sich schon jetzt abzeichnet, dass das ein dickes Brett ist, was wir da bohren, sollten wir uns alle nicht vorschnell entmutigen lassen und weiter gemeinsam – möglichst interfraktionell – für Verbesserungen arbeiten. Deshalb bin ich dafür, dass es zum Thema Fluglärmschutz von nun an einen jährlichen Fortschrittsbericht an die Bürgerschaft gibt."