Monika Schaal

Fachsprecherin für Umwelt

Bezirk: Eimsbüttel

Landstromanlage Altona leistet wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Lärmschutz

Freitag, 07.11.2014

"Nach schier endlosen Diskussionen zu schwarz-grünen Regierungszeiten machen wir beim Thema Landstrom ernst. Für den Hamburger Hafen und für Altona bedeutet das konkret bessere Luft, weniger Ruß und weniger Lärm", so Anne Krischok, Vorsitzende des Umweltausschusses und Altonaer SPD-Bürgerschaftsabgeordnete zum heutigen Richtfest der Landstromanlage. "Hamburg nimmt für dieses wegweisende Projekt viel Geld in die Hand: Über sieben Millionen Euro plus weitere Verpflichtungsermächtigungen von über acht Millionen Euro sind eine große Investition. Zusammen mit der ebenfalls gerade auf den Weg gebrachten Power Barge als schwimmende Stromerzeugungsanlage leisten wir damit aber einen ganz wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Lärmschutz. Als Gastgeber der Welthafenkonferenz im kommenden Jahr kann Hamburg somit gleich zwei innovative Stromerzeugungssysteme in der Praxis präsentieren. Landstrom und Power-Bargen machen deutlich: Der Hamburger Hafen steht beispielhaft dafür, wie ökonomische und ökologische Aspekte in der europäischen Hafenwirtschaft im Einklang weiterentwickelt werden können."

Monika Schaal, Fachsprecherin Umwelt der SPD-Fraktion ergänzt: "Der Bau der neuen Landstromanlage zeigt, dass unsere Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität vorankommen. Wir wissen um die Bedeutung dieses Themas. Genau deshalb gibt es ja seit zwei Jahren einen umfangreichen Luftreinhalteplan mit 80 verschiedenen Maßnahmen für die Bereiche Mobilität, Schiffsverkehr und Energie. Jeder weiß, dass das Hauptproblem beim Thema Emissionen die Grenzüberschreitungen bei Stickoxiden sind. Die werden im Wesentlichen durch Dieselfahrzeuge produziert. Insofern wäre es erforderlich, wenn die EU nicht nur entsprechende Grenzwerte festsetzt, sondern endlich auch den Mut aufbringt, die Abgasnormen für Dieselmotoren entsprechend zu verschärfen.“

Zum Hintergrund:
Die neue Landstromanlage Altona wird im Sommer kommenden Jahres in Betrieb gehen. Für die Nutzung der Landstromanlage ist der Bezug von elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen vorgesehen. Mit der neuen Landstromanlage können Kreuzfahrtschiffe künftig während ihrer Liegezeit in Altona nahezu alle Motoren ausstellen. So wird der Ausstoß von Luftschadstoffen, wie Stick- und Schwefeloxiden und Feinstaub, sowie auch Kohlendioxid deutlich reduziert. Zudem werden auch die Schallemissionen stark gesenkt.