Hamburgs Zukunft zu allen Zeiten klug, sozial und nachhaltig gestalten: Dem Projekt „Soorum“ den Rücken stärken

Donnerstag, 20.05.2021, Drucksache 22/

Antrag der Abgeordneten Gabriele Dobusch, Ekkehard Wysocki, Regina Jäck, Danial Ilkhanipour, Baris Önes, Iftikhar Malik, Nils Springborn, Julia Barth, Britta Schlage, Simon Kuchinke und Fraktion sowie der Abgeordneten Farid Müller, Dennis Paustian-Döscher, Maryam Blumenthal, Miriam Block, Sina Demirhan, René Gögge, Ivy May Müller, Peter Zamory, Eva Botzenhart, Mareike Engels, Michael Gwosdz, Linus Jünemann, Zohra Mojadeddi (GRÜNE) und Fraktion

Das Aufklärungsprojekt Soorum wurde 1994 als ehrenamtliches Projekt von jungen lesbischen und schwulen Menschen gegründet. Mit einem Peer-to-Peer-Ansatz arbeitet das Projekt gegen Vorurteile und diskriminierend Haltungen gegenüber LSBT*IQ-Menschen.
Seit 2012 kooperiert das Projekt mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) und bietet regelmäßig Workshops an, deren Beliebtheit über die Jahre stetig gewachsen ist. Das unterstreicht, dass der mit dem Projekt verfolgte pädagogische Ansatz erfolgreich ist.
Im Aktionsplan des Senats für Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt (Drs. 21/7458) ist das Projekt Soorum seit 2017 fest verankert. Im Koalitionsvertrag haben SPD und Grüne vereinbart, das erfolgreiche Bildungs- und Aufklärungsprojekt Soorum als Querschnittsaufgabe weiter zu unterstützen und aufgrund der Nachfrage auszubauen.
So wurden allein im Jahr 2019 ca. 50 Workshops an insgesamt 25 Schulen angeboten. Im engagierten Team arbeiten rund 40 Personen, die ehrenamtlich Workshops anbieten und Schüler*innen das Thema der sexuellen Orientierung und Identität und einen diskriminierungsfreien Umgang damit näherbringen. Pro Workshop sind in der Regel 6-8 Teamer*innen erforderlich, die teilweise eine Übungsleiterpauschale erhalten, um damit neben dem ideellen auch einen monetären Anreiz zu bieten.
Die Nachfrage für Soorum ist zwischenzeitlich weiter gestiegen, die Workshops sind häufig Monate im Voraus ausgebucht. So konnten im Jahr 2019 rund 70 Anfragen nicht erfüllt werden.
Neben der Sicherstellung des Angebots in der gewohnten Qualität gilt es auch Sorge dafür zu tragen, dass Soorum die wichtige Querschnittsaufgabe zum Umgang mit LSBT*IQ-Themen so vielen Interessierten wie möglich anbieten kann und auch Lehrkräfte an Hamburger Schulen bei der Vermittlung dieser essentiellen Lehrinhalte unterstützen kann.

Die Bürgerschaft möge beschließen:

Der Senat wird ersucht,
1. in den Haushaltsjahren 2021 und 2022 anteilig die Finanzierung aus den Einzelplänen 3.1 – Behörde für Schule und Berufsbildung und 3.2 – Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke für das Projekt Soorum ggf. unter Berücksichtigung nachweislicher Mehrbedarfe zur Verfügung zu stellen, um die Arbeit zur Stärkung der sexuellen Identität und Orientierung für Schüler*innen in Hamburg weiterhin sicherstellen zu können,
2. der Bürgerschaft bis zum 30.6.2022 zu berichten.
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