Sanierungsfonds Hamburg 2020: Bau eines zweiten Kunstrasenplatzes auf der HTHC-Sportanlage in Langenhorn

Donnerstag, 24.10.2019, Drucksache 21/

Antrag der Abgeordneten Monika Schaal, Jan Quast, Dirk Kienscherf, Jenspeter Rosenfeldt, Ksenija Bekeris, Ole Thorben Buschhüter, Wolfgang Rose, Sören Schumacher, Juliane Timmermann, Olaf Steinbiß, Annkathrin Kammeyer, Dorothee Martin, Urs Tabbert, Sven Tode, Isabella Vértes-Schütter, Sylvia Wowretzko, Annegret Kerp-Esche, Gulfam Malik, Marc Schemmel, Güngör Yilmaz, Martina Friederichs, Jasmin Janzen und Fraktion sowie der Abgeordneten Christiane Blömeke, Mareike Engels, Dominik Lorenzen, Farid Müller, Ulrike Sparr (GRÜNE) und Fraktion

Der Harvestehuder Tennis- und Hockey-Club e. V. (HTHC) ist einer der herausragenden Tennis- und Hockeyclubs Deutschlands sowohl im Erwachsenen- als auch im Jugendbereich. In seiner 128 Jahre langen Tradition gewann er vielfach deutsche und auch europäische Meisterschaften im Hockey. In diesem Sport bewegt er aktuell über 450 Kinder und Jugendliche im Training und Wettkampf. Das besondere Engagement in der Jugendarbeit zeigt sich auch beim Lacrosse, das als sehr schnelle Ballsportart vor allem von jungen Menschen gespielt wird und im HTHC seit 2002 dritte Vereinssportart ist. Auch diese Sportlerinnen und Sportler konnten mehrfach die Deutsche Meisterschaft bei den Damen und den Herren gewinnen und stellen als einziger Verein Hamburgs zahlreiche Spielerinnen und Spieler in die Nationalteams dieses besonderen Sports. Aktuell gehören sechs junge Spielerinnen und Spieler zum Nationalkader für die U20-Europameisterschaft 2019 in Prag.
Der HTHC verfügt über zwei Anlagen im Bezirk Hamburg-Nord: an der Barmbeker Straße in Winterhude und am Beckermannsweg in Langenhorn. Für die beiden Sportarten Hockey und Lacrosse stehen derzeit in Winterhude ein Kunstrasenplatz und in Langenhorn ebenfalls ein Kunstrasenplatz sowie eineinhalb Naturrasenplätze zur Verfügung. Diese Kapazitäten reichen auch wegen wachsender aktiver Mitgliederzahlen nicht mehr aus. Hatte der HTHC 2010 noch etwa 1.700 Mitglieder, sind es inzwischen über 2.700. Der Verein erwartet, dass dieser Trend anhält und er bald auf 3.000 Mitglieder anwächst. Damit ist der Verein einer der großen Hamburger Sportvereine.
Hockey und Lacrosse werden seit vielen Jahren nur noch auf Kunstrasen gespielt. Darum soll auf einer der Naturrasenflächen in Langenhorn, die zurzeit nur für das Kinder- und Jugendtraining im Lacrosse genutzt werden, ein Kunstrasenplatz errichtet werden, der für Hockey, aber auch stark für Lacrosse genutzt werden soll. Der Verein will seine Sportstätten in Langehorn auch für benachbarte Schulen und Einrichtungen zur Verfügung stellen, was für den zum Beispiel mit dem Oxpark dynamisch wachsenden Stadtteil von großem Wert ist.
Die Gesamtkosten werden sich aufgrund von Kostenvoranschlägen auf eine Gesamtsumme von 765.000 Euro belaufen. Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord hat beschlossen, den Bau mit 100.000 Euro zu unterstützen, weitere Mittel sollen durch einen Kredit der Investitions- und Förderbank Hamburg in Höhe von 400.000 Euro sowie u. a. durch Fördermittel des Hamburger Sportbunds (HSB) in Höhe von 55.720 Euro aufgebracht werden – die durch den Verein zu tragenden finanziellen Belastungen belaufen sich auf etwa 600.000 Euro. Der Verein trägt das Refinanzierungsrisiko und wird vor Baubeginn ein Lärmgutachten in Auftrag geben. Der HTHC wird die im Gutachten gegebenen Hinweise in die Praxis umsetzen. Um die nötigen Platzkapazitäten für die vielen Jugend-, aber auch Erwachsenenmannschaften zu schaffen, das große Engagement des Vereins insbesondere im Jugendbereich zu fördern und viele Menschen in sportlichen Aktivitäten zu bewegen bis hin zum erfolgreichen Wettkampf im nationalen wie internationalen Vergleich, sollen weitere 210.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 bereitgestellt werden.

Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird ersucht,
1. im Hinblick auf den geplanten Bau eines Kunstrasenplatzes auf der Sportanlage am Beckermannweg in Langenhorn die jeweilige Höhe des konsumtiven beziehungsweise investiven Anteils der Maßnahme zu ermitteln und im Haushaltsjahr 2019 – abhängig vom Ergebnis dieser Ermittlung – eine Ermächtigung Kosten zu verursachen bzw. Auszahlungen zu leisten in Höhe von insgesamt bis zu 210.000 Euro

a.) für konsumtive Maßnahmen aus dem „Sanierungsfonds Hamburg 2020“ des Einzelplans 9.2, Produktgruppe 283.02, Zentrale Ansätze II, Kontenbereich „Globale Mehrkosten“ auf den Einzelplan 1.5, 219.02, und

b.) für investive Maßnahmen dem Einzelplan 1.5, Aufgabenbereich 219 Soziales, Jugend und Gesundheit aus der „Zentralen Sanierungsreserve Hamburg 2020“ (Einzelplan 9.2, Aufgabenbereich 283 „Zentrale Finanzen“) zu übertragen, und zwar zweckgebunden anteilig für die Herstellung eines Kunstrasenplatzes am Beckermannweg Haus.-Nr. 30 in Langenhorn.

2. für die dazugehörigen Abschreibungen – in Abhängigkeit vom jeweiligen Aktivierungszeitpunkt der unter Ziffer 2.b. genannten investiven Maßnahmen – den entsprechenden Kontenbereichen „Kosten aus Abschreibungen“ im Einzelplan, 1.5 aus dem Einzelplan 9.2 (Produktgruppe 283.02 „Zentrale Ansätze II“, Kontenbereich „Kosten aus Abschreibungen“) die benötigten Ermächtigungen im Haushaltsjahr 2019 zu übertragen,

3. der Bürgerschaft zeitgerecht über den Sach-, Planungs- und Umsetzungsstand zu berichten.

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