Sicherung der SEAFARERS’ LOUNGE in den Kreuzfahrtterminals zur Betreuung der Crewmitglieder

Dienstag, 26.03.2019, Drucksache 21/16524

Antrag der Abgeordneten Arno Münster, Wolfgang Rose, Karl Schwinke, Birte Gutzki-Heitmann, Dorothee Martin, Hansjörg Schmidt, Joachim Seeler, Hauke Wagner und Fraktion sowie der Abgeordneten Dominik Lorenzen, Anna Gallina, René Gögge, Farid Müller, Dr. Anjes Tjarks (GRÜNE) und Fraktion

Die Deutsche Seemannsmission (DSM) SEAFARERS’ LOUNGE Hamburg gGmbH ist
ein Non-Profit-Unternehmen. Gegründet wurde sie speziell für die landseitige Unterstützung
der Crewmitglieder auf Kreuzfahrtschiffen bei ihren anlaufbedingten Aufenthalten
in Hamburg. Sie unterhält in Hamburg derzeit drei Standorte in den Kreuzfahrtterminals
Altona, HafenCity und Steinwerder.
Die meisten Crewmitglieder der Kreuzfahrtschiffe kommen aus Asien und sind oft
viele Monate durchgehend auf See. Mehr als 26 000 Crewmitglieder konnten in der
SEAFARERS’ LOUNGE bisher kostenlos mit ihren Familien und Freunden Kontakt in
Übersee aufnehmen, Geld an ihre Familien überweisen, ausländische Währungen in
Euro umtauschen und zu günstigen Preisen Utensilien wie Telefonkarten und
Lebensmittel aus ihren Heimatländern erwerben. Darüber hinaus steht ihnen während
der Öffnungszeiten eine seelsorgerische Betreuung zur Verfügung, die auch bei rechtlichen
Problemen schnell durch Vermittlung von kompetenten Ansprechpersonen Hilfestellung
leisten kann. Daneben sind auch Gebetsräume in der SEAFARERS’
LOUNGE vorhanden. Auch wenn Crewmitglieder aufgrund von Krankheit das Schiff
verlassen müssen, stehen ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfend zur Seite.
Die SEAFARERS’ LOUNGE ist für die Crewmitglieder als soziale Anlaufstelle wichtig
und führt zudem zur Attraktivitätssteigerung des Standortes Hamburg aus Sicht der
Reedereien. Neben den drei Hauptamtlichen, die für die SEAFARERS’ LOUNGE
zuständig sind, wird die Arbeit von rund 30 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
unterstützt.
Bisher wurde diese Einrichtung aus Spenden, einem freiwilligen Kostenbeitrag der
Reedereien und aus Eigenerlösen der Einrichtung durch den Verkauf der Verbrauchsgüter
finanziert. Infolge der stark gestiegenen – und zu erwartenden weiter steigenden
– Anläufe der Kreuzfahrtschiffe in Hamburg ist es erforderlich, die Standorte personell
zu verstärken, um die Öffnungszeiten sicherzustellen. Ohne eine erhöhte finanzielle
Unterstützung könnte das bisherige Angebot für die gestiegene und noch steigende
Anzahl von Crewmitgliedern nicht mehr in der bisherigen Form aufrechterhalten werden.
Die zu schließende Finanzierungslücke beläuft sich auf 65 000 Euro.
Die finanzielle Beteiligung der Reedereien für dieses wichtige Angebot muss in den
nächsten Jahren deutlich erhöht werden, da der Bedarf trotz möglicher Mittel aus dem
Hamburger Haushalt weiter steigen wird. Zudem ist es die Verantwortung der Reede-
reien, die Arbeitsbedingungen und Freizeitangebote für das internationale Bordpersonal
weiter zu verbessern.
Die Stadt Hamburg unterstützt bereits die Einrichtung „Duckdalben“ (Träger: DS
Hamburg – Harburg e.V.) an den Containerterminals. Dort werden aber nur Crewmitglieder
der Handelsschifffahrt betreut. Die SEAFARERS’ LOUNGE Hamburg gGmbH
der Deutschen Seemannsmission unterstützt hingegen Crewmitglieder an den drei
Kreuzfahrtterminals.
Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird ersucht,
im Haushaltsjahr 2019 einmalig Mittel in Höhe von 65 000 Euro aus dem Haushalt der
Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) für den Betrieb der
SEAFARERS’ LOUNGE Hamburg gGmbH bereitzustellen.

Ansprechpartner

Joachim Seeler

  • Industrie, Hafen, Handel, Handwerk, Finanzwirtschaft

Hansjörg Schmidt

  • Medien, Netzpolitik, digitale Wirtschaft, Technologie und Innovation

Arno Münster

Dorothee Martin

Wolfgang Rose

Karl Schwinke

Hauke Wagner

Birte Gutzki-Heitmann

Referent/in

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