Verbesserung der ÖPNV-Anbindung des Hamburger Westens

Donnerstag, 28.03.2019, Drucksache 21/

Antrag der Abgeordneten Dirk Kienscherf, Ole Thorben Buschhüter, Martina Koeppen, Anne Krischok, Matthias Czech, Gert Kekstadt, Dorothee Martin, Lars Pochnicht, Frank Schmitt und Fraktion sowie Abgeordneten Martin Bill, Filiz Demirel, Mareike Engels, René Gögge, Dr. Anjes Tjarks (GRÜNE) und Fraktion

Die Fortentwicklung einer gut funktionierenden Verkehrsinfrastruktur ist für eine moderne und wachsende Metropole wie Hamburg unerlässlich. Um die Straßen zu entlasten, die Lärm- und Luftbelastung in Hamburg zu reduzieren und Hamburgs Charakter als lebenswerte Metropole trotz Zunahme der Wohnbevölkerung, Pendler- und Touristenströme zu erhalten, investiert Hamburg massiv in den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs.
Busse werden beschleunigt, Bus- und U-Bahn-Haltestellen barrierefrei gestaltet, Takte verdichtet, Züge verlängert und U- und S-Bahnlinien neu- bzw. ausgebaut.
Ein Baustein dieses groß angelegten Programms ist die Weiterentwicklung des Hamburger U-Bahnnetzes durch den Bau einer neuen U-Bahnlinie, der U5. Die Planung und der Bau der U5 von Bramfeld bis zum Osdorfer Born ist das zurzeit größte Verkehrsinfrastrukturprojekt der Stadt und wird zahlreiche einwohnerstarke Gebiete erstmals mit einem unmittelbaren Schnellbahnnetzanschluss versorgen.
Die vollständige Realisierung der U5 wird allerdings seine Zeit brauchen. Der Baubeginn für den Planungsabschnitt U5-Ost ist für 2021 angestrebt, der Planungsabschnitt U5-Mitte befindet sich derzeit in der Vorplanung (voraussichtliches Ende: 2019). Der Planungsabschnitt für den Hamburger Westen ist noch einen Schritt weiter von der Realisierung entfernt: Er ist Gegenstand einer Machbarkeitsuntersuchung, die voraussichtlich im Frühjahr 2019 zum Abschluss kommen soll (s. Drs. 21/12322 und 21/13130) und die auch die Variante einer S-Bahn-Anbindung mit untersucht.
Bis die Schienenanbindung für Lurup und den Osdorfer Born realisiert ist, gilt es zu prüfen, wie das dortige Busangebot optimiert werden kann. Denn das vorhandene Busnetz wird – trotz der Erfolge durch das Busbeschleunigungsprogramm auf den Metrobus-Linien 2 und 3 – von den Anwohnerinnen und Anwohnern nicht überall als befriedigend wahrgenommen. Insbesondere die fehlende Verbindung einer schnellen Busverbindung zwischen S1, S3, S21 und AKN zwischen den Haltestellen S Othmarschen – Trabrennbahn – Luruper Chaussee/DESY – S Elbgaustraße und Eidelstedt wird bemängelt. Die S-Bahnverbindung auf dieser Strecke ist relativ umständlich und zeitaufwendig, da sie einen Umstieg in Altona erfordert.
Der Bau der Teilabschnitte Stellingen und Altona des A7-Deckels wird im Hamburger Westen zwar mittelfristig für enorme verkehrliche Erleichterungen sorgen. Während der Bauzeit werden die Anwohnerinnen und Anwohner allerdings vor zusätzliche Herausforderungen gestellt werden.


Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird ersucht,
1. zu prüfen, ob eine zusätzliche Busverbindung zwischen Othmarschen und
Eidelstedt zum Fahrplanwechsel 2019 eingerichtet werden kann,
2. zu prüfen, ob bei der Metrobuslinie 3 eine zusätzliche Haltestelle zwischen den
Haltestellen Kressenweg und Immenbusch (auf Rugenbarg/Richtung Osdorfer Born) eingerichtet werden kann,
3. darüber hinaus zu prüfen, ob und inwieweit das Busangebot im Hamburger Westen stabilisiert und weiter optimiert werden kann,
4. der Bürgerschaft bis 31. Juli 2019 über das Ergebnis seiner Prüfungen und die ergriffenen bzw. geplanten Maßnahmen zu berichte
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