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Anfänger-Schwimmintensivkurse für Hamburger Kinder 2022

Donnerstag, 16.12.2021

Neben der motorischen Grundausbildung des Schwimmens ist Wassersicherheit durch Schwimmkompetenz auch eine unersetzliche Überlebenstechnik. Auch ist Schwimmen ein unverzichtbarer Teil des Bildungskanons und ermöglicht eine gleichberechtigte Teilhabe in vielen Alltagssituationen.

Pandemiebedingt war es 2020 und 2021 notwendig, die Hamburger Bäder vorübergehend zu schließen. Kinder konnten in den Schließungszeiten weder im Rahmen des schulischen Unterrichts noch in ihrer Freizeit schwimmen lernen. Dieses haben SPD und GRÜNE frühzeitig erkannt und mit Drs. 22/3398 dafür Sorge getragen, dass ein tragfähiges Konzept entwickelt wurde, um Hamburger Kinder im Rahmen von Intensivkursen zur Schwimmkompetenz zu verhelfen.

Mit Drs. 22/6579 legt der Senat dar, wie das Konzept in 2021 umgesetzt wurde. Auf Basis der Daten von Bäderland Hamburg (BLH), des Hamburger Schwimmverbands e.V. (HHSV) sowie der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) wurden die Maßnahmen evaluiert. Der Bericht macht deutlich, dass es in der Altersgruppe der 5 bis 10-Jährigen noch relevanten Schwimmlernbedarf gibt. Eine Nachholung ist im Rahmen des schulischen Unterrichts sowie vor dem Hintergrund der Wasserkapazitäten nicht möglich.

Es ist daher wichtig, dass Programm für Anfänger-Schwimmintensivkurse fortzuführen. Klar ist, dass es mit dem Programm bereits gelungen ist, 4.038 Hamburger:innen zu erreichen. 1.217 Kinder konnten davon das Schwimmabzeichen Seepferdchen und 510 weitere Kinder das Schwimmabzeichen in Bronze erreichen. SPD und GRÜNE begrüßen dabei ausdrücklich das gemeinsame Engagement aller Akteure bei der Umsetzung des Ersuchens und setzen sich für eine Fortführung der Intensivangebote ein, um möglichst allen Kindern die Möglichkeit zu geben, Wassersicherheit und Schwimmfähigkeit zu er-langen.

 

Die Bürgerschaft möge beschließen:

Der Senat wird ersucht,

1. das entwickelte Konzept in 2022 weiterzuführen sowie bei Bedarf anzupassen und fortzuentwickeln. Ein Schwerpunkt soll dabei weiterhin auf Intensivkursen am Nachmittag und Wochenenden sowie in den Schulferien liegen. Ebenso soll die Einbindung des Konzepts „Ab ins Wasser aber sicher“, Angebote für Menschen mit Behinderung und die Einbindung weiterer Anbieter geprüft werden;

 

2. für die Durchführung des Programms zusätzlich eine Million Euro aus den zentral bei der Finanzbehörde (EP 9.2) zur Bewältigung der Folgen der Covid-19-Pandemie zur Verfügung stehenden Mittel bereitzustellen. Die Behörde für Inneres und Sport als für den Sport zuständige Behörde soll diese Mittel verwalten;

 

3. der Bürgerschaft bis zum 30. September 2022 zu berichten.