Fortschritte bei der Realisierung der neuen Statteilklinik für Wilhelmsburg erzielen – Standortfrage in Wilhelmsburg pragmatisch handhaben
Mittwoch, 25.03.2026
Die Bürgerschaft hat den Senat mit dem Beschluss der Drs. 23/495 ersucht, sich für die Realisierung eines Konzepts für eine „Stadtteilklinik in einem Stadtstaat“ vorzugsweise am Standort Groß-Sand einzusetzen und dies im Zuge der Krankenhausplanung zu berücksichtigen und abzusichern.
Die zuständige Behörde setzt sich dabei für eine zukunftsfähige und bedarfsgerechte medizinische Versorgung in Wilhelmsburg ein. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt sie die Realisierung eines bedarfsgerechten und sektorenübergreifenden Versorgungsangebots, das auch erweiterte ambulante Angebote vorsieht. Hierzu sieht die zuständige Behörde nach einer ersten Markterkundung vor, im ersten Halbjahr 2026 eine Interessensbekundung für potenzielle Anbieter dieses Leistungsspektrums durchzuführen. Ein konkreter Zeitplan für die dann folgende Realisierung wird nach Abschluss dieser Verfahren aufgestellt. (Drs. 23/2398) Verschiedene Akteur:innen der Zivilgesellschaft in Wilhelmsburg und auf der Veddel (Netzwerk Groß-Sand) haben im Rahmen von Gesprächen mit der zuständigen Behörde ihre Ideen und Vorstellungen erläutert und erörtert. Dieser Austausch soll fortgeführt und entsprechend dem Projektfortschritt weiterentwickelt werden.
Dazu soll auch geprüft werden, wie die Liegenschaft in der Hand der Stadt weiterentwickelt werden kann. Das Grundstück des vormaligen Krankenhauses Groß-Sand gehört jedoch bis heute dem Erzbistum Hamburg. Ein Erwerb des Grundstücks zur Realisierung der neuen Stadtteilklinik an diesem Standort steht im Raum, kommt aber offensichtlich nicht voran.
Vor diesem Hintergrund und angesichts des Wunsches nicht noch mehr Zeit bei der Realisierung einer Stadteilklinik zu verlieren, soll der Senat für die Realisierung einer Stadtteilklinik neben der Liegenschaft Groß-Sand auch andere Standorte in Wilhelmsburg in Betracht ziehen.
Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird in Ergänzung des Ersuchens in Drs. 23/495 ersucht
1. für die Realisierung einer neuen Stadtteilklinik in Wilhelmsburg auch andere Standorte in Wilhelmsburg als das Grundstück des Erzbistums, unter anderem von „Pflegen und Wohnen“ oder der IBA-Projekte in Betracht zu ziehen,
2. dabei insbesondere auch zu prüfen, wie sich an möglichen Alternativstandorten weitere ambulante Versorgungsangebote an die Stadtteilklinik angliedern lassen,
3. weiterhin bei potentiellen Betreiber:innen einer „Stadtteilklinik“ auf ein tragfähiges und an den Bedarfen der Wilhelmsburger:innen orientiertes Betreiberkonzept und dessen Umsetzung hinzuwirken,
4. mit der Selbstverwaltung darauf hinzuwirken, dass der nahtlose Betrieb des bestehenden Medizinischen Versorgungszentrums am Standort Groß-Sand oder einem möglichen Alternativstandort gesichert und ausgebaut werden kann,
5. weiterhin die Gremien des Bezirks Hamburg-Mitte und des Stadtteils Hamburg-Wilhelmsburg bei den Planungen eng zu beteiligen und zu informieren und
6. der Bürgerschaft über den Fortgang seiner Bemühungen zu berichten.
- Simone Gündüz
- Jessica Hennig
- Ali Kazanci
- Dirk Kienscherf
- Claudia Loss (Fachsprecher:in Gesundheit)
- Sören Platten
- Tim Stoberock
- Isabella Vértes-Schütter
- Michael Weinreich
sowie
- Linus Görg
- Filiz Demirel
- Mareike Engels
- Lisa Kern
- Jan Koriath
- Parica Partoshoar
- Dr. Selina Storm
- Kathrin Warnecke
- Mechthild Weber (GRÜNE) und Fraktion